HEALTH ECONOMY
Angelini trotzt Marktflaute und punktet bei Apotheken © CSC/Angelini

Country-Manager Wimmer: „Wir versuchen, alles aus einer Hand anzubieten und direkter Ansprechpartner für Kunden zu sein.”

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Country-Manager Wimmer: „Wir versuchen, alles aus einer Hand anzubieten und direkter Ansprechpartner für Kunden zu sein.”

Chris Radda Martin RÜmmele 22.05.2015

Angelini trotzt Marktflaute und punktet bei Apotheken

Bilanz Pharmaunternehmen konzentriert sich erfolgreich auf Zusammenarbeit zwischen Apotheken und Industrie

Pharmaunternehmen firmiert seit Kurzem unter dem verkürzten Firmennamen „Angelini”.

Wien. Das unter dem Namen bekannte Pharmaunternehmen CSC/Angelini firmiert seit Kurzem unter dem Namen „Angelini”, bringt neue Produkte in den Bereichen Gynäkologie, Onkologie und Schmerz und setzt weiterhin auf die bewährten Konzepte: Mit der Strategie einer vertikalen Integration versuche man, Kunden direkt zu betreuen und gemeinsam Lösungen zu suchen, sagt Country-Manager Peter Wimmer. „Wir versuchen, alles aus einer Hand anzubieten und nicht auszulagern, wie es andere Arzneimittelunternehmen tun.”

Das Konzept – gekoppelt mit neuen und starken Produkten, wie dem Erkältungsmittel Tantum Verde – geht auf: „Wir haben heuer wieder unsere alle zwei Jahre durchgeführte Lieferantenumfrage in Apotheken gemacht und hatten Rückmeldungen von mehr als 100 Betrieben. Die Ergebnisse bestärken unseren Weg: 94 Prozent würden uns weiterempfehlen, der Lieferservice ist gut, die Fachkompetenz der Mitarbeiter hoch, und auch das Orderprogramm und die Reklamationsbearbeitung werden sehr positiv gesehen.”

Starkes Wachstum

Mit diesem Fokus konnte das Unternehmen im abgelaufenen Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum erreichen – nachdem es bereits 2013 ein kräftiges Plus gegeben hatte. Für heuer erwartet Wimmer eine weitere Steigerung. „Die Wachstumslokomotive ist voll auf Kurs.” Zu den bewährten strategischen Bereichen ZNS, Erkältung, Schmerz und Infektiologie kommen neu Gynäkologie und Onkologie. Dabei wird der bewährte Weg mit dem Fokus auf starke Produkte und hohe Kompetenz der Mitarbeiter fortgesetzt. In den sensiblen Bereichen Schmerz, Neurologie und Psychiatrie verfügt das Unternehmen über profunde Kenntnisse und jahrzehntelange Erfahrung. Wimmer: „So unterschiedlich die Einsatzgebiete unserer Produkte auch sind, eines haben sie gemeinsam: Innovation und Qualität unserer Produkte stehen immer im Mittelpunkt.”
Man verstehe sich nicht als Komplettanbieter, wolle aber in den Kernbereichen jeweils unter den Top3-Unternehmen sein. „Unsere Präparate haben einen Mehrwert und wir planen mittel- bis lang-fristig.”

4.000 Beschäftigte weltweit

Die Angelini Gruppe, zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Italien gegründet, ist in den vergangenen Jahren zu einem Unternehmen mit Niederlassungen in 20 Ländern und einem weltweiten Vertrieb angewachsen. Die Gruppe beschäftigt heute rund 4.000 Mitarbeiter. Der konsolidierte Umsatz der Gruppe ist auf 1.400 Mio. Euro angewachsen. Im pharmazeutischen Bereich ist Angelini als integriertes Unternehmen mit umfangreicher Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von markengeschützten Arzneimitteln, Nahrungsergänzungsmitteln sowie Medizinprodukten vertreten.
Den heimischen Pharmamarkt sieht Wimmer durchaus positiv. Die Zusammenarbeit mit den Kassen und die Erstattung laufe in den meisten Fällen sehr konstruktiv ab. „Man muss mit den Preisen entsprechend kämpfen, um in die Erstattung zu kommen”, der Markt sei aber gut planbar. Nicht zuletzt dadurch bekomme Angelini Pharma Österreich oft im Konzern auch Produkte als erstes angeboten.

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