HEALTH ECONOMY
Apomedica punktet mit Innovationen © Apomedica

Apomedica-Geschäftsführerin Ruth Fischer schätzt nach eigenen Angaben „Großzügigkeit und nicht Kleinlichkeit im Denken”.

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Apomedica-Geschäftsführerin Ruth Fischer schätzt nach eigenen Angaben „Großzügigkeit und nicht Kleinlichkeit im Denken”.

04.12.2015

Apomedica punktet mit Innovationen

Serie Österreichische Pharmaunternehmen im Portrait Teil 1 – Apomedica setzt seit 1968 auf Forschung, natürliche Produkte, hohe Qualität und soziales Engagement.

••• Von Martin Rümmele

GRAZ. Das Grazer Unternehmen Apomedica zählt zu den führenden Pharmaunternehmen Österreichs und konzentriert sich ausschließlich auf den Apothekenmarkt. Hier punktet das 1968 gegründete Unternehmen vor allem stark im OTC-Segment mit rezeptfreien Produkten und gehört zu den führenden Unternehmen in diesem Segment, knapp hinter internationalen Großkonzernen.

„Der Ansatz der Dachmarke Apomedica ist, dass die Heilkraft der Natur die Basis für Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel ist”, sagt Geschäftsführerin Ruth Fischer. „Unsere Produktgruppen zeichnen sich durch ihren hohen, wissenschaftlich fundierten Qualitätsvorsprung und ihre sinnvolle ­Dosierung aus. Sie bieten neben der gewünschten Wirkung auch stets einen positiven Zusatznutzen”, betont sie. Die erfolgreichste Marke des Unternehmens ist „Dr. Böhm” – benannt nach dem 2013 verstorbenen Firmengrüner Dr. Friedrich Böhm, der sowohl Arzt wie auch Apotheker war.
Die gelernte Betriebswirtin ­Fischer ist seit dem Jahr 1983 im Unternehmen, hat es seither maßgeblich mitgestaltet und führt es heute als alleinige Unternehmensleiterin der Apomedica und Alleinbegünstigte Eigentümervertreterin der Dr. Friedrich Böhm Privatstiftung.

Fokus auf Forschung

Um den Zielen des Unternehmens gerecht zu werden, legt Fischer ein großes Augenmerk auf Forschung und Entwicklung. Mit einem erfahrenen Team aus Medizinern, Pharmazeuten und Marketingfachleuten werden laufend neue Rezepturen und Produkte entwickelt und neue Wirkstoffe gesucht, die in der Natur vorkommen und vor allem in Pflanzen enthalten sind. In den Forschungs- und Entwicklungsbereich fließen 20% des Apomedica-Umsatzes. Nach dem Geheimnis ihres Erfolges befragt, verweist Ruth Fischer gern auf den Grundsatz: „Leben und leben lassen, ist mein privater Leitsatz, denn ich schätze Großzügigkeit und nicht Kleinlichkeit im Denken.”

Netzwerkerin

Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund ist Fischer auch Gründungsmitglied der „Business & Professional Women Club” in der Steiermark – ein Business Club für Frauen, deren Zielsetzung ist, Frauen zu fördern und zu unterstützen, indem sie Kontakte pflegen, sich austauschen und Netzwerke schaffen. Fischers Interesse gilt dabei vor allem auch der Gesundheit des Menschen und dem nachhaltigen Erfolg ihrer Unternehmen – aber nicht nur: Das soziale Engagement sei fixer Bestandteil der Unternehmensstrategie, betont die Managerin. Ob WWF-Projekt zur Erhaltung des Lebensraums, die Stärkung der Werte „Familie, Kinder und Zukunft” oder die Zusammenarbeit mit den Clowndoctors „Roten Nasen” – die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung, bewegt Fischer seit Jahren zu sozialen Projekten.

Das Grazer Pharmaunternehmen beschäftigt rund 40 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und erwirtschaftete mit seinen vier Dachmarken „Dr. Böhm”, „Apozema”, „Luuf” und „LaseptonMed” im Wirtschaftsjahr 2013/14 nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund 20 Mio. €. Das entspreche einem jährlichen Absatz von rund 3,3 Mio. verkauften Packungen (2013/14), so das Unternehmen. Davon beziehen sich 44% auf Arzneimittel. Mit seinen Dachmarken, die derzeit ein Sortiment von insgesamt rund 130 Produkten umfassen, deckt Apomedica die verschiedensten Bereiche am OTC-Sektor ab.

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