HEALTH ECONOMY
Boehringer Ingelheim legt zu © Irene Schanda/Boehringer Ingelheim

Boehringer Ingelheim hat in Österreich im Vorjahr 46,7 Mio. Euro investiert.

© Irene Schanda/Boehringer Ingelheim

Boehringer Ingelheim hat in Österreich im Vorjahr 46,7 Mio. Euro investiert.

08.05.2015

Boehringer Ingelheim legt zu

Pharmaindustrie II Regional Center Vienna wuchs um 2,1% auf 1.115 Mio. €

Wien/Ingelheim. Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna (RCV) konnte seine Betriebsleistung (Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge und Bestandsveränderung) im Geschäftsjahr 2014 um 2,1% auf 1.115 Mio. € steigern. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich um 2,3% auf 3.349, davon arbeiteten 1.439 Beschäftigte in Österreich. Die Inves-titionen erreichten mit 46,7 Mio. € den höchsten Wert in den vergangenen Jahren.

Plus in der Tiermedizin

Während sich der Bereich verschreibungspflichtige Medikamente relativ stabil zeigte (-1,4%), mussten rezeptfreie Produkte aufgrund einer schwachen Erkältungssaison Einbußen von 12,5% hinnehmen. Sehr gut entwickelte sich das Geschäft mit Tierarzneimitteln (+6,5%) auf 43,1 Mio. €. Die größten Produkte in der Region waren die Schweineimpfstoffe „Ingelvac Circoflex”, „M. Hyo Vaccines” sowie „Vetmedin” zur Behandlung von Herzschwäche bei Hunden. „Es ist uns gelungen, in einem anhaltend schwierigen Umfeld zu wachsen – in unserem Kerngeschäft der verschreibungspflichtigen Medikamente sogar deutlich höher als der Markt. Leider haben Wechselkursverluste und die Krise in der Ukraine das gute Ergebnis getrübt”, sagte Philipp von Lattorff, Generaldirektor Boehringer Ingelheim RCV. „Für die kommenden Jahre bin ich angesichts der gut gefüllten Produktpipeline optimistisch. Ein großer Unsicherheitsfaktor bleibt allerdings die weitere Entwicklung in der Ost-ukraine und die wirtschaftliche Entwicklung in Russland.”
Am Standort Wien entwickelt und produziert Boehringer Ingelheim biopharmazeutische Arzneimittel aus eigener Forschung und für Auftragskunden. Im Bereich Biopharmazie verfolgt Boehringer Ingelheim eine nachhaltige Wachstumsstrategie. Neben dem Kundenauftrags- und dem Biosimilars-Geschäft wird auch der Ausbau von unternehmenseigenen Produkten angestrebt.
2014 wurde das zweite, bei Boeh-ringer Ingelheim in Wien entdeckte und entwickelte Krebsmedikament von der Europäischen und der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde für die Behandlung von Lungenkrebs zugelassen. Weitere Krebswirkstoffe befinden sich in der klinischen Entwicklung. Das Boehringer Ingelheim RCV zählt zu den forschungsintensivsten Unternehmen im österreichischen Life-Science-Bereich.(iks)

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