HEALTH ECONOMY
Diskussion über Handy-Nutzung © PantherMedia/Andriy Popov

StudieMehr als 16% der 13- und 14-Jährigen gaben an, Probleme zu haben, die eigene Internetnutzung selbstbestimmt zu kontrollieren.

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StudieMehr als 16% der 13- und 14-Jährigen gaben an, Probleme zu haben, die eigene Internetnutzung selbstbestimmt zu kontrollieren.

Redaktion 16.06.2017

Diskussion über Handy-Nutzung

Experten warnen davor, dass zu intensive Smartphonenutzung Kinder krank macht.

WIEN. Bei täglicher Smartphonenutzung steigt bei Kindern und Jugendlichen das Risiko von Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität. Das geht aus einer neuen Studie hervor, bei der mehr als 5.500 Kinder und Eltern befragt wurden. So ist das Risiko von Konzentrationsstörungen bei einem Smartphonegebrauch von mehr als einer halben Stunde bei 8- bis 13-Jährigen sechs Mal höher als üblich.

Motorische Hyperaktivität ist demnach bei 2- bis 5-Jährigen bei einer Smartphone-Nutzung von mehr als einer halben Stunde pro Tag 3,5 mal häufiger als normalerweise. Mehr als 16% der 13- und 14-Jährigen gaben an, Probleme zu haben, die eigene Internetnutzung selbstbestimmt zu kontrollieren.

Handy erst ab 12 Jahren

Experten mahnen Eltern, mehr auf die Mediennutzung ihrer Kinder zu achten. Sie gehen von etwa 60.000 Internet­abhängigen und 250.000 problematischen Internetnutzern in Österreich aus. Uwe Büsching vom Vorstand des deutschen Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte sagte, Kinder sollten vor dem 12. Geburtstag kein Smartphone bekommen. Ähnlich wie im Straßenverkehr brauche es so für die Mediennutzung klare Regeln. Vor dem Kauf eines Handys für Minderjährige sollten Eltern mit ihren Kindern einen Vertrag über die Grenzen der Nutzung abschließen. Wichtig sei, dass Kinder nicht unbeaufsichtigt im Internet surften, und dass es eine automatische Abschaltfunktion nach einer bestimmten Dauer gebe.

Rainer Riedel, Direktor des Instituts für Medizinökonomie und medizinische Versorgungsforschung Köln, plädierte zudem dafür, dass Eltern etwa bei Klassenchats per Smartphone mitlesen; das könne die Minderjährigen vor Mobbing schützen. Gut seien auch handyfreie Zonen etwa am familiären Esstisch.

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