HEALTH ECONOMY
Hilfe zur Selbsthilfe © Fachgr. Personenberatung u. Personenbetreuung der WK Wien/APA-Fotoservice/Schedl

Harald Haris G. Janisch (WK Wien), Gerda Ruppi-Lang (Arbeitskreis BGM) und Anton G. Ofner (AUVA) stellten Konzept vor.

© Fachgr. Personenberatung u. Personenbetreuung der WK Wien/APA-Fotoservice/Schedl

Harald Haris G. Janisch (WK Wien), Gerda Ruppi-Lang (Arbeitskreis BGM) und Anton G. Ofner (AUVA) stellten Konzept vor.

ulli moschen 20.01.2017

Hilfe zur Selbsthilfe

Ein neues Angebot soll Unternehmern und Mitarbeitern helfen, Distress-Probleme der Lebens- und Arbeitswelt zu meistern.

••• Von Ulli Moschen

WIEN. Augenleiden, Beschwerden am Bewegungsapparat, Fehlernährung und Zeitdruck sind die Hauptfaktoren, die unsere Welt aus dem Lot bringen. 26,6% Produktivitätsverlust kann der krankheitsbedingte Ausfall seiner Mitarbeiter ein Unternehmen kosten. Aktuell sind mehr als 450.000 Personen wegen Berufsunfähigkeit vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden, meist wegen des Krankheitsbilds der Depression.

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„Eigentlich sind es Episoden von Erschöpfungsprozessen einer andauernden Überforderung mit den Lebensrollen unserer modernen Leistungsgesellschaft. Diese Erschöpfungsdynamiken führen letztlich zu psychischen wie auch physischen Erkrankungen und damit zur Zunahme von besonders langen Krankenständen”, weiß Harald Haris G. Janisch, Obmann der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung der Wirtschaftskammer Wien. Experten der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung der Wirtschaftskammer Wien haben nun das Wiener Resilienz Modell (WRM) entwickelt.

Das neue Beratungsangebot soll Unternehmer und Mitarbeiter unterstützen, die stress­bedingten Probleme der modernen Lebens- und Arbeitswelten optimal zu meistern. Am Mittwoch stellten die Initiatoren vor, wie sich Resilienzberatung in bestehende Systeme des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) einbinden lässt. Das WRM wirkt dabei in zwei Stufen: Über das Programm „fit2work” kann ein Unternehmen seinen Arbeitsfähigkeitsindex ermitteln lassen, bei dem etwaige Problemfelder und Produktionsverluste festgestellt werden. Im weiteren Verlauf steht dem Unternehmen ein Pool von Lebens- und Sozialberatern zur Verfügung, die über die Trias „Food, Move & Mind”, eine ganzheitliche ernährungs-, sportwissenschaftliche und psychologische Beratung, die Resilienz der Mitarbeiter, also ihre Widerstands- und Selbstheilungskräfte, stärken sollen.
„Mir liegt das Programm so am Herzen, weil es den Unternehmen nicht noch mehr Druck macht mit noch mehr Gesetzen inklusive Sanktionierungsmaßnahmen, sondern ein Angebot macht, in dem die Beratung im Vordergrund steht”, das Anton G. Ofner, Obmann der Unfallversicherung AUVA.

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