HEALTH ECONOMY
Hohe Aufwände für Forschung © Irene Schanda/Boehringer Ingelheim

Boehringer Ingelheim plant, den Standort Wien um 500 Mio. Euro auszubauen.

© Irene Schanda/Boehringer Ingelheim

Boehringer Ingelheim plant, den Standort Wien um 500 Mio. Euro auszubauen.

Redaktion 22.04.2016

Hohe Aufwände für Forschung

Boehringer Ingelheim wächst in Österreich und mehr als 30 von Wien aus gesteuerten Ländern kräftig. Auch die hier sitzende Forschung erlebt einen kräftigen Aufschwung.

WIEN/INGELHEIM. Der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim ist weiter auf Wachstumskurs. Ein starkes Geschäft mit Diabetesmedikamenten und der schwache Euro haben Deutschlands zweitgrößten Pharmakonzern im vergangenen Jahr beflügelt. Der Umsatz kletterte 2015 um gut 11% auf 14,8 Mrd. €. In Österreich sowie in mehr als 30 von Wien aus gesteuerten Ländern wurde die Betriebsleistung um 2,4% auf 1,14 Mrd. € gesteigert; die Gesamterlöse stiegen hier um 5,5% auf 760,2 Mio. €.

Standort wird ausgebaut

Das Pharmaunternehmen will, wie berichtet, den Standort Wien in den nächsten Jahren stark ausbauen und um über 500 Mio. € eine neue biopharmazeutische Anlage errichten. Dafür benötigt der Konzern mehr als 400 zusätzliche Arbeitskräfte. Das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna (RCV) beschäftigt derzeit rund 3.400 Mitarbeiter, 1.500 davon in Österreich.

Im Kerngeschäft der verschreibungspflichtigen Medikamente stiegen die Umsätze in der Gesamtregion um 7,6% auf 585,4 Mio. €. In Österreich erhöhten sich die Erlöse um 1,8% auf 79,5 Mio. €. Im Bereich rezeptfreie Medikamente kam es zu einem Umsatzrückgang um 5,6% auf 127,4 Mio. €; der Geschäftsverlauf sei durch Kurseffekte und die daraus resultierende Reduktion der Kaufkraft in wichtigen Märkten wie Russland, Ukraine und Kasachstan geprägt gewesen, teilte das Unternehmen mit. Anders in Österreich: Hierzulande verzeichnete Boehringer Ingelheim in diesem Geschäftssegment eine Umsatzsteigerung um 8,3% auf 14,9 Mio. €.
Besonders gut lief das Geschäft mit Tierarzneimitteln, wo die Erlöse um 13,2% auf 47,3 Mio. € stiegen. Dazu beigetragen habe insbesondere Russland, da die lokale Tierzucht aufgrund der EU-Sanktionen einen Aufschwung erlebe, heißt es. Von Wien aus wird zudem die gesamte klinische Forschung der Region gesteuert. Wien ist das Zentrum für Krebsforschung sowie Standort für biopharmazeutische Forschung, Entwicklung und Produktion im Konzern. Die jährlichen Forschungsaufwendungen belaufen sich auf 200 Mio. €. (iks)

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