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Homöopathie stark gefragt © wdw

Homoöpathiehersteller und Ärzte präsentierten in Wien neue Studien.

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Homoöpathiehersteller und Ärzte präsentierten in Wien neue Studien.

Redaktion 08.04.2016

Homöopathie stark gefragt

Arzneimittel aus dem Bereich der Homöopathie erfreuen sich bei ­Patienten großer Beliebtheit; Ärzte wollen nun eine Kassenerstattung.

WIEN. In etwa jeder zweite Österreicher im Alter ab 15 Jahren verwendet innerhalb eines Jahres auch homöopathische Mittel. Das hat eine vom österreichischen Hersteller Peithner in Auftrag gegebene Umfrage ergeben. Sie wurde am Montag zum Tag der Homöopathie in Wien vorgestellt. Geschäftsführer Martin Peithner verwies dabei auf die Konstanz der Ergebnisse bei diesen Umfragen mit einem Sample von rund 2.000 Personen ab 15 Jahren seit 1996: „Etwa die Hälfte der Bevölkerung in Österreich gibt an, in den vergangenen zwölf Monaten homöopathische Mittel eingenommen zu haben.” An den Prozentsätzen hätte sich über die Jahre kaum etwas geändert. Kopfschmerzen, Erkältungskrankheiten und Husten machten die häufigsten Anwendungsgebiete aus. 31% der 15- bis 19-Jährigen dürften demnach zu solchen Arzneien greifen, bei den 30- bis 50-Jährigen sind es 56%, unter den mehr als 70-Jährigen 48%.

Neue Studien

Der Allgemeinmediziner und Präsident der Gesellschaft für Homöopathische Medizin, Erfried Pichler, stellte aus seiner Praxis positive Fallbeispiele dar. Offenbar bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis) hätte er eine Patientin über rund 20 Jahre stabil halten können. Thomas Peinbauer, Allgemeinmediziner und Präsident des European Committee Homeopathy, versuchte mit Hinweis auf Studien das Einsparungspotenzial bei Verwendung der homöopathischen Medizin im Gesundheitswesen zu belegen. Einen aktuellen Kernpunkt stelle dabei eine französische Studie mit 8.559 Patienten mit Infektionen der oberen Atemwege, Beschwerden des Bewegungsapparats sowie Schlaf-, Angst- und depressiven Störungen dar. Bei den Infektionen seien unter Homöopathie etwa um die Hälfte seltener Antibiotika und nichtsteroidale Antirheumatika zur Fiebersenkung und Entzündungshemmung verordnet worden. Man sollte die Einsparungspotenziale im österreichischen Gesundheitswesen ähnlich nützen wie in der Schweiz, wo die Homöopathie eine Kassenleistung sei. Den Proponenten geht es speziell um die Abgeltung der Honorare der homöopathisch tätigen Ärzte durch die Krankenkassen. (iks)

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