HEALTH ECONOMY
Institut Allergosan bringt nun auch Präbiotika © Allergosan

Institut Allergosan-Chefin Frauwallner setzt auf Forschung und Zusammenarbeit mit Experten bei der Entwicklung neuer Produkte.

© Allergosan

Institut Allergosan-Chefin Frauwallner setzt auf Forschung und Zusammenarbeit mit Experten bei der Entwicklung neuer Produkte.

Martin Rümmele 08.05.2015

Institut Allergosan bringt nun auch Präbiotika

Entwicklung Grazer Unternehmen baut Angebotspalette zur Darmgesundheit und Stärkung des Immunsystems aus

Weiteres Produkt zur Linderung von Problemen der Mundschleimhaut zeigt gute Wirkung.

Graz. Das Grazer Unternehmen Institut Allergosan, das sich in den vergangen Jahren mit der Erforschung von Probiotika und entsprechenden Produkten einen Namen gemacht hat, geht einen Schritt weiter. Das Unternehmen bringt nun unter den Namen „Omni-Logic Plus” und „Omni-Logic Immun” auch zwei präbiotische Produkte auf den Markt, die das Immunsystem stärken sollen. „Neben den Aufgaben der Nahrungsaufnahme und der Ausscheidung unverdaulicher Reste hat unser Darm eine große Bedeutung für unser Immunsystem. Rund 80% der Immunzellen sind in unserem Darm beheimatet”, sagt Geschäftsführerin Anita Frauwallner.

Neuer Zugang

Im Kampf um die Aufrechterhaltung der Gesundheit wird der Darm von rund 100 Billionen Bakterien unterstützt: Zwischen dem Organismus und den bakteriellen Mitbewohnern besteht eine lebenslange und intensive Wechselbeziehung, die sogenannte Symbiose. Diese kann jedoch durch falsche Ernährung, Dauerstress, Schlafmangel oder die Einnahme von Medikamenten negativ beeinflusst werden, erklärt Frauwallner. „Dadurch gerät das natürliche Gleichgewicht in der Besiedelung zwischen guten und schlechten Darmbakterien ins Wanken, unsere Darmbarriere, die Darmschleimhaut, wird durchlässig für Toxine, Allergene und fremde Keime – und unsere Immunabwehr geschwächt.”
Durch die Zufuhr von lebensfähigen Symbionten (Probiotika) erhalten die „guten” Darmbakterien Verstärkung. Für diese Bakterienstämme gilt auch, dass sie für ihren Stoffwechsel Sauerstoff brauchen – dies sind sogenannte aerobe oder zumeist nur fakultativ anaerobe Bakterien. Anaerobe Bakterien hingegen sterben bei Luftzufuhr ab – können also auch nicht wie Probiotika hergestellt werden.
Frauwallner: „Allerdings kann man ihr Wachstum über spezielle Präbiotika fördern.” Präbiotika sind unverdauliche Bestandteile unserer Nahrung, die von den Darmbakterien als Energiequelle verwertet werden und so deren Wachstum und Aktivität anregen. „Das ist ein neuer Zugang und ein neues Konzept”, sagt die Spezialis-tin.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema