HEALTH ECONOMY
Kiffen auf Rezept © APA/Harald Schneider

Die medizinische Anwendung von Cannabis und Cannabinoiden wird derzeit intensiv erforscht.

© APA/Harald Schneider

Die medizinische Anwendung von Cannabis und Cannabinoiden wird derzeit intensiv erforscht.

Martin Rümmele 27.01.2017

Kiffen auf Rezept

Cannabis gilt in der Phytopharmazie als Hoffnungsträger; Deutschland erlaubt nun Cannabis auf Kassenkosten.

••• Von Martin Rümmele

WIEN/BERLIN. Cannabis auf Rezept: Schwerkranke Menschen können in Deutschland künftig auf Kassenkosten Cannabis als Medizin erhalten, wenn ihnen nicht anders geholfen werden kann. Der Eigenanbau von Cannabis bleibt in Deutschland aber verboten. In Österreich gibt es die Möglichkeit als magistrale Zubereitung in Apotheken und mit produzieren Arzneimitteln.

Österreich ist aber neben Italien das einzige Land in Europa mit einem staatlichen Monopol für die Produktion von Cannabispflanzen zur Arzneimittelherstellung. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungs­sicherheit (AGES) hat dafür allein das Recht, Cannabis zur Arzneimittelherstellung anzubauen. Die AGES vereinbarte wiederum mit ihrem Vertragspartner, dem deutschen Pharmakonzern Bionorica, Preis und Menge des produzierten Cannabis; Bionorica produziert über ein Tiroler Tochterunternehmen aus dem Wirkstoff der Blüten das Arzneimittel Dronabinol.
Gut dokumentiert und nachgewiesen ist die Wirksamkeit des Cannabis in der Schmerztherapie, bei multipler Sklerose, Übelkeit, Erbrechen und Kachexie. Die medizinische Anwendung von Cannabis und Cannabinoiden wird derzeit intensiv von verschiedenen Firmen erforscht.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema