HEALTH ECONOMY
Krank durch Stress © PantherMedia/Diego Cervo

Acht von zehn Österreichern fühlen sich zumindest hin und wieder gestresst, 42,4% leiden dauerhaft unter Stress.

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Acht von zehn Österreichern fühlen sich zumindest hin und wieder gestresst, 42,4% leiden dauerhaft unter Stress.

Martin Rümmele 17.11.2017

Krank durch Stress

Die Stressbelastung steigt; Stress schlägt nicht nur auf den Magen, sondern auch auf den Darm, zeigt eine neue Studie.

••• Von Martin Rümmele

WIEN/GRAZ. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Stress als die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts – und diese Gefahr ist allgegenwärtig, ob man nun selbst „unter Strom” steht, oder enge Bezugspersonen betroffen sind.

Eine aktuelle Umfrage des Institut Allergosan in Kooperation mit Marketagent.com gibt nun Aufschluss über das Stresslevel der österreichischen Bevölkerung und zeigt, was uns stresst und welche Folgen dies für unsere Gesundheit hat.
Acht von zehn Österreichern (84,3%) fühlen sich demnach zumindest hin und wieder gestresst, bei 42,4% der Befragten steht Stress sogar häufig oder dauerhaft auf der Tagesordnung. Diese Dauerbelastung führt dazu, dass sich 36,7% selbst als gefährdet sehen, an einem Burn-out zu erkranken. Job (36,8%), Finanzen (19,1%) und die Familie beziehungsweise Beziehung (16,7%) sind für die Befragten die Hauptgründe für Stress, wobei Männer eher vom Job (44,1%), und Frauen von ­Familie und Beziehung mehr gefordert werden (21,3%).
Stress zeigt sich häufig in unterschiedlichen körperlichen Beschwerden: Müdigkeit und Schlappheit, Ein- und Durchschlafprobleme, Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich und schlechte Laune sind die häufigsten Anzeichen. Auch Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Verstopfung (31,6%) oder Magenbeschwerden (31,5%) sind für jeden Dritten Begleiter. Jeder Zweite isst unter Stress häufig zu unregelmäßigen Zeiten (50,9%), viele müssen ihr Essen schnell verspeisen (44,5 leiden unter Heißhunger-Attacken (39,8%) oder lassen Mahlzeiten ganz aus (29,9%).

Darm als Schaltzentrale

Das stelle den Darm als „Gesundheitszentrale” vor große Herausforderungen, sagt Anita Frauwallner, Geschäftsführerin des Institut Allergosan: „Unser Darm ist nicht nur für die Verdauung verantwortlich, sondern auch Sitz unseres Immunsystems und Produktionsstätte vieler wichtiger Hormone. Neben ausgewogener, ballaststoffreicher Ernährung kann vor allem mit der Zufuhr von lebenden, nützlichen Darmbakterien positiv auf die Darmgesundheit eingewirkt werden.”

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