HEALTH ECONOMY
Nächste Runde für Biotech-Firma © Zytoprotec

Bernd Seibel und Bernhard Zinner sollen den Produkten des Biotech-Unternehmens Zytoprotec zur Marktreife verhelfen.

© Zytoprotec

Bernd Seibel und Bernhard Zinner sollen den Produkten des Biotech-Unternehmens Zytoprotec zur Marktreife verhelfen.

26.02.2016

Nächste Runde für Biotech-Firma

Serie Österreichische Pharmaunternehmen im Portrait Teil 8 – Das Wiener Biotech-Unternehmen Zytoprotec geht mit neuer Geschäftsführung in den Entwicklungs-Endspurt.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Mit einer neuen Geschäftsführung hat sich das Wiener Biotech-Unternehmen Zytoprotec für den Endspurt in der wichtigen Phase II-Studie in der Entwicklung seines Hauptprodukts, einer neuartigen Dialyse-Flüssigkeit zur Behandlung von schwerem Nierenversagen, aufgestellt.

Einer der beiden Geschäftsführer ist Bernd Seibel. Er war bisher Mitglied im Aufsichtsrat der ­Zytoprotec, wo er für die Unternehmensfinanzierung verantwortlich war. Im vergangenen Jahr ist es Zytoprotec gelungen, weitere 4 Mio. € zur Finanzierung des wichtigsten Entwicklungsprojekts, ­„PD-protec”, einzuwerben. Seibel verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Finanzierung von Biotechnologie-Unternehmen und war zuletzt General Partner und Finanzvorstand von TVM Capital, einer der führenden Venture Capital-Unternehmen in Europa.

„Industrie-Veteranen”

Als weiteren Geschäftsführer gewann Zytoprotec Bernhard Zinner. Sein beruflicher Hintergrund liegt im Marketing und Vertrieb von Dialyseprodukten. Zinner war über 20 Jahre in leitender Funktion, zuletzt als Geschäftsführer, für internationale Unternehmen tätig und hat maßgeblich dazu beigetragen, das Segment der Peritoneal-Dialyse in Österreich auszubauen.

Christoph Aufricht, Mitgründer von Zytoprotec, bleibt weiterhin als Forschungsleiter (Chief Scientific Officer) für Zytoprotec tätig. „Wir sind hoch erfreut, mit Bernd Seibel und Bernhard Zinner zwei sehr renommierte Industrie-Veteranen für die Leitung von Zytoprotec gewonnen zu haben”, sagt Uwe Schlokat, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Zytoprotec. „Mit ihrer umfassenden Erfahrung in der Finanzierung von Biotech-Unternehmen und im Vertrieb kommerzieller Dialyse-Produkte sind wir hervorragend aufgestellt, um in diese höchst spannende Phase des Unternehmens zu gehen.”

Gegen Gewebeschädigungen

Das Hauptprodukt des Wiener Biotech-Start-ups ist eine innovative Dialyse-Flüssigkeit, die entwickelt wird, um die Behandlung von ­Patienten mit schwerem Nierenversagen grundlegend zu verbessern. Bisher ist der Einsatz von Dialysaten für die Peritoneal-Dialyse limitiert, weil diese Lösungen aufgrund ihrer Zusammensetzung unvermeidlich zu Gewebeschädigungen führen.

„PD-protec” enthält einen von Professor Aufricht entdeckten zellschützenden („zytoprotektiven”) Wirkstoff, der diese Gewebeschädigungen nachhaltig verringern soll. PD-protec ist seit Mitte 2014 in der Phase II der klinischen Entwicklung. Ziel dieser Studie ist der Nachweis der klinischen Wirksamkeit und der Verträglichkeit des Produkts an einer größeren Patientengruppe. Der Abschluss der Studie ist dann für Ende 2016 geplant.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema