HEALTH ECONOMY
„Standort stärken” © Pharmig

Jan Oliver Huber, Robin Rumler (Pharmig), Ministerin Pamela Rendi-Wagner, Georg Kapsch (IV), Martin Munte (Pharmig).

© Pharmig

Jan Oliver Huber, Robin Rumler (Pharmig), Ministerin Pamela Rendi-Wagner, Georg Kapsch (IV), Martin Munte (Pharmig).

Ina Karin Schriebl 05.05.2017

„Standort stärken”

Die Pharmaindustrie pocht auf die Stärkung des Standorts. Man investiere viel und brauche gute Rahmenbedingungen.

••• Von Ina Karin Schriebl

WIEN. 18.000 Beschäftigte, 150 Unternehmen, Investitionen in Millionenhöhe in Forschung und Entwicklung und ein Anteil von 2,8% am gesamten BIP: Diese Aspekte der Pharmaindustrie sind kaum bekannt. Abhilfe soll nun das Online-Projekt „pharma­standort.at” schaffen: Mit interaktiver Landkarte, die das Herzstück der Site bildet, gewinnen die User Einblick in die einzelnen österreichischen Pharma-Unternehmen und in deren Beitrag für den heimischen Standort.

Auch bei ihrer Generalversammlung am vergangenen Freitag betonte die Pharmig als Branchenverband die Stärkung Österreichs als Wirtschafts-, Forschungs- und Studienstandort. Das Bekenntnis der Branche zum Standort wirke sich nicht nur positiv auf die Gesundheitsversorgung, sondern auch auf die Gesamtwirtschaft aus, sagte Pharmig-Präsident Martin Munte. Er erläuterte die Priorität, mit der die Standortentwicklung zu behandeln sei: „Politik, Indus­trie, Krankenkassen, Behörden, Akademia – wir alle sind der Standort und wir alle müssen am selben Strang für dessen Stärkung ziehen.”  Davon hänge auch die Zukunft des Gesundheitswesens ab, denn dessen Weiterentwicklung, so Munte, sei eine partnerschaftliche und gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es brauche aber, so Munte mit Hinweis auf die jüngsten Gesetzesänderungen im ASVG, Rahmenbedingungen, die diese Entwicklung auch zulassen und nicht bremsen.

Mut zur Weiterentwicklung

Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner betonte ebenso, dass die Zusammenarbeit aller in der Gesundheitspolitik partnerschaftlich und konstruktiv erfolgen müsse. Es gäbe eindeutige Parallelen zwischen Industrie und Politik, und zwar das Ziel, aber auch der Mut und die Flexibilität zur Weiterentwicklung. Im selben Zuge honorierte Rendi-Wagner auch den Rahmen-Pharmavertrag, der einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität, Planbarkeit und Sicherheit des Gesundheitssystems leiste.

Eine Bestandsaufnahme des Standorts Österreich im internationalen Vergleich machte IV-Präsident Georg Kapsch, der betonte, dass gerade die Pharmaindustrie an den Standort glaubt und massiv investiert.

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