HEALTH ECONOMY
Steirer preschen vor © Kages/LKH-Univ. Klinikum Graz

In der Steiermark wird gerade die Gesundheitsversorgung umgeplant – künftig soll die ambulante Versorgung gestärkt sein.

© Kages/LKH-Univ. Klinikum Graz

In der Steiermark wird gerade die Gesundheitsversorgung umgeplant – künftig soll die ambulante Versorgung gestärkt sein.

Ina Karin Schriebl 23.06.2017

Steirer preschen vor

Die steirische Gesundheitsversorgung wird neu strukturiert und soll mehr Nähe, Qualität und Beteiligung bringen.

••• Von Ina Karin Schriebl

GRAZ. Die Strukturen der steirischen Gesundheitsversorgung werden reformiert, und damit preschen die Steirer auch im Hinblick auf die Gesundheitsreform vor. Auf Basis des steirischen Gesundheitsplans wurden nun die Planungs- und Entwicklungsschritte bis zum Jahr 2025 in den „Regionalen Strukturplan Gesundheit Steiermark” gegossen und am Mittwoch präsentiert. Demnach soll es bis dahin in der Steiermark mehr der neuen Primärversorgungszentren ­geben und dafür weniger Spitäler.

Konkret bedeutet das unter anderem bis zu 30 regionale Gesundheitszentren und damit mehr Versorgung im ambulanten und tagesklinischen Bereich, aber auch weniger Spitalsbetten als bisher. Finanzierungspläne wurden aber noch nicht präsentiert.
„Die Aufgabe, eines der besten Gesundheitssysteme aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen, ist eine große Herausforderung”, sagte Landesrat Christopher Drexler (ÖVP). Unter dem Motto „Mehr Nähe, bessere Qualität, mehr Beteiligung” soll der Steirische Gesundheitsplan 2025 die Gesundheitsversorgung in der Steiermark entsprechend verbessern.
Neben den ersten beiden Gesundheitszentren in Mariazell und Eisenerz sollen weitere solcher Zentren entstehen, die auch am Tagesrand und an Wochenenden geöffnet sind und als Ergänzung zu den bisherigen Hausarzt-Einzelpraxen gesehen werden. Für den größten steirischen Bezirk Liezen sind vier dieser Einrichtungen vorgesehen sowie ein Leitspital im Großraum Liezen/Trautenfels. Es soll die bisherigen Standorte Schladming, Rottenmann und Bad Aussee konzentrieren.

Leitspitäler für Regionen

Bis 2035 soll grundsätzlich jede Versorgungsregion ihr Leitspital haben. Ein erster Schritt in Richtung Leitspital seien die Krankenhausverbünde, die schon in den vergangenen Jahren geschaffen wurden. Mit Jänner 2018 werden zusätzlich die LKH-Standorte Judenburg, Knittelfeld und Stolzalpe als Verbund LKH Westliche Obersteiermark geführt. Das LKH Mürzzuschlag soll mit dem bisherigen LKH Hochsteiermark geführt werden und der Standort Eisenerz endgültig aufgelassen werden.

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