HEALTH ECONOMY
Studie zeigt, was uns krank macht
Martin Rümmele 22.04.2016

Studie zeigt, was uns krank macht

Kommentar ••• Von Martin Rümmele

Das Gesundheitsrisiko Nummer eins am Arbeitsplatz in Österreich wie in Europa ist offenbar der Umgang mit schwierigen Kunden; immerhin 59% der Beschäftigten klagen darüber. An zweiter Stelle liegt in Österreich der Zeitdruck mit 54,8% – anders als im EU-Durchschnitt, wo dieser mit 42,5% „nur” auf Platz sieben liegt. Für sämtliche Wirtschaftszweige wurden in einer neuen Studie sehr häufig genannt: Faktoren, die zu Muskel- und Skeletterkrankungen führen, wie anstrengende oder schmerzhafte Körperhaltungen und sich wiederholende Hand- oder Armbewegungen.
Diese Daten gehen aus der „Europäischen Unternehmenserhebung über neue und aufkommende Risiken” hervor. Man könnte das auch zusammenfassen mit der Aussage, dass eigentlich die ganze Arbeit krank macht: Nervende Kunden, nervende Chefs und die Arbeit selbst sowieso – entweder durch die Körperhaltung oder die Handgriffe.
Natürlich kann und muss gegengesteuert werden. Betriebliche Gesundheitsförderung setzt bei all diesen Punkten an. Gefordert sind aber auch die Beschäftigten selbst. Nur Jammern allein wird nicht helfen – es braucht ein Umdenken bei allen Beteiligten, Sensibilität für die Probleme und Offenheit für Veränderungen. In einer alternden Gesellschaft müssen wir Beschäftigte möglichst lange gesund im Arbeits­leben halten.

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