HEALTH ECONOMY
Wien kooperiert mit USA © Bernhard Peball

Die Wiener Apeiron Biologics punktet weiter in der Krebsforschung.

© Bernhard Peball

Die Wiener Apeiron Biologics punktet weiter in der Krebsforschung.

26.02.2016

Wien kooperiert mit USA

Die Biotechfirma Apeiron Biologics und die Columbia University in den USA vereinbarten einen exklusiven Lizenzvertrag.

WIEN. Das Wiener Biotech-Unternehmen Apeiron Biologics gab jetzt den Abschluss eines exklusiven Lizenzabkommens mit Columbia Technology Ventures, dem Technologie-Transferbüro der Columbia University in den USA, bekannt.

Grundlage des Abkommens ist eine patentierte Technologie, die eine Hemmung von Cbl-b in T-Zellen zum Zweck der Krebsbekämpfung ermöglicht. Mit dem Abkommen erhält Apeiron die weltweit exklusiven Nutzungsrechte an dieser Technologie zur Entwicklung und Kommerzialisierung aktiver zellulärer Immuntherapien.
Cbl-b ist ein Protein in Immunzellen, das Immunantworten in ihrem Umfang begrenzt. Die Hemmung von Cbl-b ist eine neue Strategie für die „Checkpoint-Blockade”, die das Immunsystem gegen Krebszellen aktiviert. T-Zellen, in denen Cbl-b gehemmt ist, sind verstärkt aktiviert, stellen größere Mengen an Zytokinen her und teilen sich über längere Zeiträume als jene, in denen keine Hemmung erfolgt. An genetisch modifizierten Mäusen ohne Gen für Cbl-b wurde gezeigt, dass diese verschiedenste Tumore spontan abstoßen.
Das Projekt APN401 von Apeiron basiert auf dem Isolieren, Stimulieren und anschließenden Wiederverabreichen von patienteneigenen Immunzellen. Am Wake Forest Baptist Medical Center in North Carolina, USA, läuft derzeit eine klinische Phase I Studie, in der die Sicherheit, Verträglichkeit und die optimale Dosis von APN401 ermittelt wird.

Portfolio erweitert

Hans Loibner, Chief Executive Officer von Apeiron Biologics in Wien, kommentiert: „Mit diesem Lizenzabkommen gelingt es Apeiron, das eigene Intellectual Property-Portfolio zur Cbl-b-Hemmung noch zu erweitern. Dadurch wird unser Patentschutz bezüglich der Hemmung von Cbl-b in patienteneigenen Immunzellen wie T-Zellen oder NK-Zellen zum Zweck der Krebsbekämpfung noch verstärkt. Das Abkommen stellt damit einen wichtigen Schritt zur Entwicklung von Krebsimmuntherapien dar, die auf dem Cbl-b-Gen beruhen.” (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema