INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Bauder produziert jetzt in Bruck © Daniel Hinterramskogler

Bauder-Werksmeister R. Stögbauer, Bgm. R. Hemmer, Projektleiter M. Bauder, Wirtschaftslandesrätin P. Bohuslav, Bauder-GF G. Bauder, ecoplus-GF H. Miernicki (v.l.).

© Daniel Hinterramskogler

Bauder-Werksmeister R. Stögbauer, Bgm. R. Hemmer, Projektleiter M. Bauder, Wirtschaftslandesrätin P. Bohuslav, Bauder-GF G. Bauder, ecoplus-GF H. Miernicki (v.l.).

PAUL CHRISTIAN JEZEK 24.06.2016

Bauder produziert jetzt in Bruck

Erstmals in ihrer Unternehmensgeschichte hat die Paul ­Bauder GmbH & Co. KG ein Werk für die Fertigung von ­Bitumenbahnen außerhalb von Deutschland gebaut.

••• Von Paul Christian Jezek

BRUCK. Vor mehr als drei Jahrzehnten gründete die Paul Bauder GmbH & Co. KG in Marchtrenk bei Linz die erste Auslandsniederlassung. Mit Aufdachdämmungen aus Polyurethan-Hartschaum und Steildachbahnen wurden die österreichischen Dächer „erobert”.

Rund 31 Jahre danach – genau: am 17.6.2016 – eröffnete nun der Dachspezialist in Bruck an der Leitha nach nicht einmal zwei Jahren Bauzeit (der Spatenstich erfolgte im September 2014) den ersten Produktionsstandort außerhalb Deutschlands. In Niederösterreich steht nun für knapp 30 Mio. € Europas modernste Fertigungsanlage für Bitumenbahnen, dazu neue Büro- und Lagerflächen und ein bestens ausgestattetes Schulungszentrum. Bei der Planung des Werks konnte die Erfahrung aus allen sechs bestehenden Bauder-Werken einfließen.

Strategische Standortwahl

Bauder zählt zu Europas bedeutendsten Herstellern von Dachsystemen und Produkten zum Dichten, Dämmen, Begrünen und Energie gewinnen bei einem Jahresumsatz von 525 Mio. € und 885 Mitarbeitern.

Bisher hat das knapp 160 Jahre alte Familienunternehmen im Hauptwerk in Stuttgart sowie in fünf weiteren Werken in Bochum, Landsberg bei Halle, Achim bei Bremen, Bernsdorf und Schwepnitz bei Dresden produziert.
Für die Unternehmenserweiterung nach Südosteuropa und zur besseren Belieferung des heimischen Markts ist die Lage der Fertigung in Niederösterreich optimal: 35 km von Wien, 45 km nach Bratislava, 200 km nach Budapest und ganz in der Nähe der Raffinerie in Schwechat.
Bei der Errichtung des neuen Werks wurden 250.000 t Erde bewegt. Maschinensicherheit, Gesundheit am Arbeitsplatz und Umweltschutz waren dem Familien­unternehmen besonders wichtig.
Erhebliche Investitionen flossen in Maßnahmen zur Luftreinhaltung, ein Energiemanagementsystem minimiert den Energieverbrauch – und die Energieerzeugung mit Photovoltaik für den Eigenbedarf soll Bauder unabhängiger von den Energiepreisen machen.

Gute Rahmenbedingungen

Mit dem Vorzeigeunternehmen konnte somit ein Global Player von den Qualitäten des Wirtschaftsstandorts Niederösterreich überzeugt werden. „Ansiedlungsprojekte wie dieses tragen dazu bei, dass unser Bekanntheitsgrad als attraktiver Wirtschaftsstandort mit hervorragenden Rahmenbedingungen auch international weiter gesteigert wird”, sagt Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav.

Auch der Brucker Bürgermeister Richard Hemmer erwartet durch die Ansiedlung von Bauder weitere positive Impulse.
ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki hofft, dass sich Niederösterreich und speziell der Standort Bruck an der Leitha für viele Betriebe als „ideales „Sprungbrett in die Erweiterungsländer” bewährt.

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