INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Die Pläne der Industrie für 2016 © Fraunhofer IGD

Optimierte Produktion steht bei rund 60% der Unternehmen auf der To-do-Liste 2016.

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Optimierte Produktion steht bei rund 60% der Unternehmen auf der To-do-Liste 2016.

27.11.2015

Die Pläne der Industrie für 2016

Das Operations Effizienz-Radar von Roland Berger hat ­ermittelt, mit welchen Maßnahmen sich Unternehmen der schwächelnden Konjunktur widersetzen wollen.

••• Von Britta Biron

MÜNCHEN. Vor dem Hintergrund des weiterhin unsicheren wirtschaftlichen Umfelds setzen die Industriebetriebe verstärkt auf Wachstumsabsicherung, Effizienzsteigerung und Digitalisierung.

Für 70% der befragten Unternehmen hat die Optimierung des Produktportfolios oberste Priorität. Das betrifft nicht nur die Adaptierung bestehender Produkte sowie die Entwicklung von Neuheiten.
„Die Unternehmen haben erkannt, dass im Marketing und Vertrieb mehr Anstrengungen notwendig sein werden. Daher rücken diese Maßnahmen 2016 wieder stärker in den Vordergrund”, sagt Roland Berger-Partner Oliver Knapp.
So wollen die Unternehmen zum Beispiel neues Umsatzpotenzial systematisch identifizieren und ihren Vertrieb effizienter gestalten.

Optimierung der Produktion

60% der befragten Unternehmen wollen ihre Effizienz dadurch steigern, indem sie ihre Produktionsprozesse nachfragegerechter planen und steuern. Die Hälfte der Studienteilnehmer setzt außerdem auf Maßnahmen für einen optimierten Einkauf, z.B. Preisvergleich, Bündelung von Bestellung, Wertanalyse oder Materialsubstitution.

Einen wachsenden Stellenwert gewinnt die Digitalisierung: Mittlerweile sehen bereits knapp 60% der Betriebe in der Vernetzung ihrer Prozesse eine wirtschaftliche Notwendigkeit, und 41% wollen im nächsten Jahr hier konkrete Maßnahmen setzen. Allerdings ist auch der Anteil jener, die durch Indus­trie 4.0 weniger Chancen, sondern vielmehr Risiken für ihr Business erwarten, auf knapp ein Drittel gestiegen.

Gefährlicher Trend

Das Controlling verliert dagegen etwas an Bedeutung – ein problematisches Ergebnis, wie Thomas Rinn, Partner von Roland Berger, meint: „Gerade weil die Unternehmen schneller und flexibler auf Marktveränderungen reagieren müssen, sollten sie ihr Controlling weiter stärken, um ihre Kostenstruktur stets im Blick zu haben.”

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