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Die Zweitnummer © mypio

Digital Privacy wurde von drei erfahrenen Managern gegründet: Michael Walter, Giovanni Bindoni, Rainer Göritz (v.l.).

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Digital Privacy wurde von drei erfahrenen Managern gegründet: Michael Walter, Giovanni Bindoni, Rainer Göritz (v.l.).

Paul Christian Jezek 22.09.2017

Die Zweitnummer

Mit „pio” kann man sich als Smartphone-Nutzer eine zweite Nummer mit der Vorwahl 0668 aufs Handy holen.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. „Nahezu jeder verwendet unterschiedliche E-Mail-Adressen für Lebensbereiche wie Dating, Online-Verkäufe oder Bewerbungen – wie kann es sein, dass uns noch immer nur eine Telefonnummer für all diese Sektoren zur Verfügung steht?”, erklärt Giovanni Bindoni, einer der Geschäftsführer und Mitgründer des heimischen Start-ups Digital Privacy GmbH, die grundsätzliche Idee bei der Entwicklung von „pio”.

Beachtliches Potenzial

Mit pio können sich Smartphone-Nutzer eine zweite, vollwertige Nummer mit der Vorwahl 0668 auf ihr Handy holen. Eine zweite SIM-Karte, ein zusätzliches Gerät oder ein Dual-SIM-Handy sind dafür nicht notwendig. Die Anrufe nutzen Sprachtelefonie und bieten daher Qualität und Stabilität im Vergleich zu VoIP-Services.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Trennen von Beruf und Privat, eine eigene Nummer für Verkäufe auf einer Online-Marktplattform, für die Partnersuche oder für Online-Registrierungen.
Der Weg zur Zweitnummer ist einfach: Die App herunterladen, eine pio-Nummer auswählen, mit der Hauptnummer verbinden und lostelefonieren. Mit einem kostenlosen dreitägigen Trial-Paket, das bis zu 15 Minuten Telefonie-Guthaben inkludiert, kann jeder pio ausprobieren. Danach kann man aus drei Prepaid-Monatspaketen das passende für sich auswählen. Vertragsbindung gibt es keine. Grundvoraussetzung ist ein Android oder iOS Smartphone mit einem aktiven österreichischen Mobilfunk-Vertrag oder aufgeladener Prepaid-Karte.

Ein neues Geschäftsmodell

Digital Privacy verfügt als Mobile Virtual Network Operator mit der Vorwahl 0668 im Netz von Hutchison Drei über die Möglichkeiten eines Netzbetreibers, verwendet aber ein neues Geschäftsmodell. Als Zusatzservice liegt der Fokus auf der Bereitstellung zusätzlicher Nummern.

Nach dem Start in Österreich stehen die größten sechs Märkte Europas auf dem Launch-Plan. „Österreich ist für uns der perfekte Testmarkt”, sagt Bindoni. In der Vermarktung setzt pio auf auffällige Werbung und Erfolgsbeteiligung in der Koope­ration mit großen Plattformpartnern.

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