INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Industrie 4.0 geht auf die Pisten © Standortagentur Tirol

Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller Frischauf setzt auf Zukunftsthemen.

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Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller Frischauf setzt auf Zukunftsthemen.

16.10.2015

Industrie 4.0 geht auf die Pisten

Tiroler Wintersportregionen setzen neben Gastlichkeit und schöner Landschaft auch auf moderne Computer­technologie, Automatisierung und Hightech-Textilien.

••• Von Britta Biron

INNSBRUCK. Bei vernetzter Produktion und Big Data denkt man vor allem an Industrie- und Lagerhallen, aber die Vorteile der Digitalisierung lassen sich auch im freien Gelände nutzen.

So nutzt etwa die Mayrhofner Bergbahnen AG ein elektronisches System, um per Satellitenortung die exakte Schneehöhe auf den Skipisten zu messen. Diese Daten werden dann in Echtzeit an Pistenfahrzeuge und Schneekanonen weitergegeben, damit der Kunstschneeeinsatz so gezielt wie möglich erfolgen kann.

Kompetenzzentrum für Schnee

Über die Cluster der Standortagentur Tirol vernetzen sich Akteure aus Unternehmen und Hochschulen, um die Produktion von technischem Schnee und das ökologische Pistenmanagement sowohl wirtschaftlich als auch im Bereich der Forschung und Entwicklung zu perfektionieren. Außerdem arbeiten sie gemeinsam am Aufbau eines Kompetenzzentrums für Schneetechnologie, um spezifische Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln und Synergien leichter nutzbar zu machen; dieses Zentrum wäre das einzige seiner Art in Österreich.

Internationale Unternehmen und F&E-Einrichtungen haben ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bereits bekundet.
Ebenso wichtig wie der Schnee ist für Alpinsportler auch die Bekleidung. Textilkonzepte und Hochleistungsmaterialien u.a. für den Alpinsport werden in dem länder­übergreifenden Verbundforschungsprojekt „Textiles” entwickelt.
Als größter Fördergeber beteiligt sich das Land Tirol mit 640.000 € an diesem Projekt.
„Tirol profitiert vom Projekt ‚Textiles' doppelt. Die Investments der Länder und Firmenpartner sichern und schaffen hochwertige Arbeitsplätze in der Tiroler angewandten Forschung und bei Tiroler Betrieben. Und weiters lädt Textiles die Technologiemarke Tirol mittels der bekannten Stärkefelder Sport und Gesundheit glaubwürdig auf”, nennt Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf die Vorteile.

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