INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Italienischer Cyborg holt sich den Sieg © Kuka

Das Forscherteam des Biorobotik-Instituts der Scuola Superiore Sant’Anna.

© Kuka

Das Forscherteam des Biorobotik-Instituts der Scuola Superiore Sant’Anna.

08.05.2015

Italienischer Cyborg holt sich den Sieg

Kuka Innovation Award Aufgabenstellung war heuer eine Anwendung für die Mensch-Maschine-Kollaboration

Augsburg. „Unser Ziel ist es, den Technologietransfer von der Wissenschaft und Forschung in die Industrie zu fördern”, so Rainer Bischoff, Leiter Konzernforschung des Roboterherstellers Kuka, zu den Hintergründen des Kuka Innovation Awards.

Die Aufgabenstellung für heuer lautete, eine Anwendung für die Mensch-Roboter-Kollaboration zu entwickeln, die in einer realistischen Arbeitsumgebung funktioniert. Für einen fairen und direkten Vergleich der eingereichten Projekte wurde den Teilnehmern für die Dauer des Wettbewerbs ein Leichtbauroboter LBR iiwa kostenlos zur Verfügung gestellt.

Innovative Projekte

„Wir hatten auch in diesem Jahr wieder viele Bewerber mit wirklich innovativen Projekten”, ist Bischoff mit dem Ergebnis zufrieden.
Den mit 20.000 Euro dotierten 1. Platz holte sich ein Forscherteam des Biorobotik Instituts der Scuola Superiore Sant’Anna aus Pisa für „ReTeLINK: Reciprocal Teleoperation of the LBR iiwa and an Interactive Exoskeleton”.

Zusätzlicher Arm

Es besteht aus einem neu entwickelten, sensorgeführten Oberarm-Exoskelett, zwei Roboterarmen sowie einer Datenverbindung. Somit kann der Mensch den Leichtbauroboter wie einen eigenen Arm bewegen. Die Motoren des Exoskeletts geben die Kräfte wieder, die durch die Interaktion des LBR iiwa mit seiner Umwelt entstehen. Mögliche Einsatzgebiete für den „Cyborg” sind Telepräsenz- und Reha-Anwendungen.
Unter den Finalisten war auch ein Team der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne, das den LBR iiwa mit einer Greifhand ausgestattet und so programmiert hat, dass er Gegenstände im Flug fangen kann. Das Center for Applied Autonomous Sensor Systems (AASS) an der Universität Örebro entschied sich für ein Handlingsystem, das selbstständig leere Paletten aufnimmt, autonom zu einer gewünschten Stelle der Fabrik zubewegt und dort mit Ware bestückt. (red)

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