INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Neues Geld fließt in die IT-Netzwerke © Dimension Data

Wieder modern „Zum ersten Mal seit fünf Jahren sehen wir, dass Netzwerke deutlich langsamer altern”, sagt Jürgen Horak, CEO von Dimension Data Austria.

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Wieder modern „Zum ersten Mal seit fünf Jahren sehen wir, dass Netzwerke deutlich langsamer altern”, sagt Jürgen Horak, CEO von Dimension Data Austria.

Paul Christian Jezek 16.12.2016

Neues Geld fließt in die IT-Netzwerke

Hintergrund ist der Trend zu mobilem Arbeiten, Internet der Dinge sowie Software-Defined Networking.

WIEN. Rund um den Globus investieren Unternehmen erstmals seit 2010 wieder vermehrt in die Modernisierung ihrer IT-Netzwerke, da sie verstärkt auf Software-Defined Networking (SDN), mobiles Arbeiten und ­Internet der Dinge setzen. „Zum ersten Mal seit fünf Jahren sinkt heuer der Altersdurchschnitt von Unternehmensnetzwerken”, sagt Jürgen Horak, CEO von Dimension Data Aus­tria. Statt 53% 2014 waren 2015 nur noch 42% der analysierten Technologiegeräte entweder ­alternd oder veraltet. Das ist eines der Ergebnisse des Network Barometer Report 2016, der Daten von 300.000 Servicefällen der von Dimension Data betreuten IT-Netzwerke erfasst.

Akute Sicherheitsrisiken

„Alternde Netzwerke sind nicht zwingend alarmierend”, meint Horak. „Manche Firmen nützen ältere Netzwerke, um die Investitionen für eine Modernisierung aufzuschieben. Sie müssen sich jedoch im Klaren darüber sein, dass sie dafür ein anders angelegtes Supportmodell benötigen, was wiederum mit kontinuierlich steigenden Kosten verbunden ist. Zudem unterstützen ältere Netzwerke unter Umständen neue Technologien wie Software-Defined Networking oder Collaboration- und Cloudlösungen nicht.”

Der Report warnt vor akuten Sicherheits­risiken: Bei den 97.000 untersuchten Geräten in Netzwerken stieg weltweit die Anzahl der Geräte mit mindestens einer bekannten ­Sicherheitsschwachstelle von 60% im Vorjahr auf 76% im aktuellen Zeitraum – dem höchsten Wert der vergangenen fünf Jahre.
In Europa war der Anstieg der Netzwerk-Schwachstellen mit 82% besonders dramatisch (2015: 51%). Bei den dokumentierten Störfällen entfällt mehr als ein Drittel (37%) auf menschliches Versagen und eine falsche Konfiguration. Sie wären mit einer entsprechenden Qualitätskontrolle, Konfigurationsverwaltung sowie Automatisierung vermeidbar. Die Reaktion auf Störfälle hat sich dagegen verbessert und ist im Durchschnitt um 69% schneller geworden.
Die Einführung von IPv6 schreitet voran: Mittlerweile nutzen 41% der Geräte die neueste Version des Internetprotokolls (IP). Das erlaubt Unternehmen mit neueren Netzwerken, ihre Digitalisierungsstrategien voranzutreiben, indem sie eine Konnektivität in den Bereichen Internet der Dinge, Big Data, Analytics und Containerisation ermöglichen (Vorjahr: 21%). „Der Umstieg auf den neuen IPv6-Standard ist für Unternehmen unumgänglich, denn die steigende Anzahl an miteinander verbundenen Geräten wird zu einem Mangel und irgendwann zu einer Unerreichbarkeit von IPv4-Adressen führen”, so Horak. (pj)

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