INDUSTRIAL TECHNOLOGY
NÖ macht sich fit für die Zukunft © NLK/Johann Pfeiffer

Gerhard Resch (Geschäftsführer Metaflex), Petra Bohuslav (NÖ Wirtschafts­landesrätin), Georg Bartmann (Gruppenleiter des NÖ Wirtschaftsressorts).

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Gerhard Resch (Geschäftsführer Metaflex), Petra Bohuslav (NÖ Wirtschafts­landesrätin), Georg Bartmann (Gruppenleiter des NÖ Wirtschaftsressorts).

10.07.2015

NÖ macht sich fit für die Zukunft

ecoplus-Initiative Das Land Niederösterreich verstärkt Aktivitäten zu Industrie 4.0 – im Fokus steht die Vernetzung von Unternehmen und Forschung

Konkurrenzfähigkeit von Betrieben und Standort soll gesteigert werden.

St. Pölten. Um die Unternehmen bei den kommenden Herausforderungen rund um die vernetzte Produktion zu unterstützen, haben das Land Niederösterreich und die Wirtschaftsagentur ecoplus eine Reihe von Initiativen zu Industrie 4.0 erarbeitet.

„Die neuen technologischen Entwicklungen können die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen deutlich verbessern”, begründet die NÖ Wirtschaftsländesrätin ­Petra Bohuslav und erläutert weiter. „Mit dem Leitprojekt ‚Enterprise 4.0' des Mechatronik-Clusters der ecoplus beispielsweise erheben wir gemeinsam mit betroffenen Unternehmen die Bedürfnisse und Herausforderungen, die die neuen Entwicklungen mit sich bringen. Auf Basis der Erkenntnisse können wir dann noch gezielter unterstützen.”

Gemeinsame Aktivitäten

Im Fokus des Projekts stehen folgende Themen: neue Geschäftsmodelle, Internationalisierung & Verbesserung der globalen Wettbewerbsfähigkeit, Digitale Vertriebs- und Servicekonzepte, neue Arbeitsformen, neue Finanzierungsformen wie etwa Crowdfunding sowie neue Managementsysteme.
Wesentlich bei der Umsetzung ist die Vernetzung und der Wissensaustausch zwischen Unternehmen und Forschern sowie Studierenden durch angewandte Forschungsprojekte, Abschlussarbeiten und Praktika und auch eine engere Kooperationen zwischen Unternehmen. Gemeinsam soll NÖ international als Standort aufgewertet und die Wirtschaftkraft des Landes gestärkt werden.

Breiter Ansatz

Zwar betrifft Industrie 4.0 so gut wie alle Branchen, für die niederösterreichische Wirtschaft besonders interessant sind aber die Felder „Materialien und Oberflächen” und „Automatisierungs- und Fertigungstechnik”. Allein in der Automatisierungs- und Fertigungstechnik sind rund 1.500 Betriebe mit insgesamt etwa 60.000 Beschäftigten tätig.

Nicht nur für die Großen

„Industrie 4.0 ist insbesondere auch für kleine und mittlere Betriebe ein Thema”, ergänzt Bohuslav: „Sie bilden das Rückgrat der niederösterreichischen Wirtschaft und bergen auch aufgrund ihrer Flexibilität enormes Potenzial.”
Ein Beispiel dafür ist die Meta­flex GmbH, die alle produktionsrelevanten Faktoren in den Produktionsprozess einbezieht. So ist es zum Beispiel möglich, Kantteile aus Blech individuell online zu planen, zu kalkulieren und mit einer intelligenten Logistik das Produkt in 48 Stunden auf der Baustelle zu haben. Verschnitt und Fehlproduktionen werden somit ausgeschlossen und bringen einen erheblichen Wettbewerbsvorteil.
Geschäftsführer Gerhard Resch, dazu: „Der neue innovative Onlineshop und die Just-in-time-Lieferung hat den herkömmlichen Weg der Fertigung in unserer Branche revolutioniert.” (red)

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