INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Österreich wartet auf den Turbo © APA/EPA/Sedat Suna
© APA/EPA/Sedat Suna

Monika Rosen 12.06.2015

Österreich wartet auf den Turbo

Stimmungsbild Heimische Industrie dürfte am Weg der Erholung bleiben, allerdings mit viel weniger Tempo, als nach vergangenen Krisen

US-Industrieproduktion weiter rückläufig, chinesischer Wirtschaftsmotor stottert auch, Eurozone zaghaft auf Wachstumskurs.

Europa ?

Die Eurozone ist im ersten Quartal um 0,4% gewachsen. Das stellt den größten Anstieg seit dem Frühjahr 2013 dar. Starke Impulse kamen dabei aus Frankreich, welches mit 0,6% das beste Wachstum in zwei Jahren einfuhr. Auch in den Peripherie-Ländern Italien und Spanien setzte sich die Erholung fort.

USA

Nachdem die US-Wirtschaft im ersten Quartal 2015 um 0,7% geschrumpft ist, präsentiert sich die Konjunkturlage weiterhin volatil. Einerseits wurde in der Industrieproduktion den fünften Monat in Folge ein Minus verzeichnet, andererseits hat sich die Verbraucherstimmung besser entwickelt als erwartet, und auch die Arbeits-losenrate ist auf dem tiefsten Stand seit sieben Jahren.

Japan ?

Zwischen Jänner und März stieg das BIP in Japan um annualisierte 3,9%. Ökonomen warnen aber, das starke Wachstum nicht für das restliche Jahr 2015 fortzuschreiben: Gerade der private Konsum sei in Japan sehr schwach.

China

Die chinesische Wirtschaft kühlt sich weiter ab. Exporte und Importe waren zuletzt rückläufig, und auch das produzierende Gewerbe schrumpfte dreimal in Folge. Die Notenbank hat bereits zum dritten Mal innerhalb von sechs Monaten die Zinsen gesenkt, um so die Wirtschaft anzukurbeln.

Indien ?

Die indische Wirtschaft könnte bereits heuer ein stärkeres Wirtschaftswachstum einfahren als China. Niedrige Ölpreise sowie die unternehmensfreundliche Politik von Ministerpräsident Modi unterstützen die indische Wirtschaft und machen 2015 ein BIP-Plus von 7,8% möglich, womit das anvisierte Wachstum von China deutlich übertroffen würde.

Lateinamerika

Die brasilianische Regierung will das Budgetdefizit reduzieren, um das Investment Grade Rating für die Staatsanleihen zu halten. Dafür soll es Haushaltskürzungen von rund 20 Milliarden Euro geben. Dem Land droht heuer eine Rezession.

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