INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Stählerne Innovationen für Automotive und Bahn © voestalpine
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Paul Christian Jezek 04.11.2016

Stählerne Innovationen für Automotive und Bahn

Neue Methoden zur Optimierung der Produktionslogistik bei der Herstellung von Stahlhalbzeugen.

••• Von Paul Christian Jezek

LINZ. Um international konkurrenzfähig zu bleiben, hat sich die Stahlbranche in Österreich auf die Herstellung sehr hochwertiger Produkte fokussiert.

Dafür wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Mittel in die Entwicklung neuer Prozesstechnologien investiert. Die Forcierung auf Qualität bedingt dabei hochkomplexe Transport- und Lagerabläufe: Die Güte bestimmter Brammen wie Knüppel und Blöcke wird erst durch spezifische Abkühlprozesse erreicht, die im Rahmen der Lagerlogistik gemanaged werden müssen.

Forschung im LOISI-Rahmen

Im für zweieinhalb Jahre anberaumten kooperativen Forschungsprojekt LOISI (Logistics Optimisation in Steel Industry) werden nun neue Methoden und Verfahren zur Optimierung der Produktionslogistik bei der Herstellung von Stahlhalbzeugen für die Automotive- und Eisenbahnindustrie entwickelt.

Dabei wird spezielles Augenmerk der Resilienz der innerbetrieblichen Logistik gewidmet, also der Fähigkeit, sich den Herausforderungen bestmöglich anzupassen bzw. Störungen ­geeignet zu kompensieren.

Die LOISI-Projektpartner

Das Projekt wird unter der Federführung der voestalpine Stahl Donawitz GmbH von der PSI Metals Austria GmbH als weiterem Industriepartner sowie den beiden Forschungspartnern HEAL am Campus Hagenberg als Teil der FH-OÖ Forschungs- & Entwicklungs GmbH und der Profactor GmbH getragen.

Bei der voestalpine Stahl ­Donawitz liegt der Fokus vor allem auf der qualitätsgesicherten Optimierung aller relevanten logistischen Prozesse – das Unternehmen wird seine Produktions als Evaluierungsszenario einbringen.
PSI Metals verschafft mit einer eigenen Softwarelösung Metallproduzenten Wettbewerbsvorteile, indem diese die pünktliche Lieferung der Kundenaufträge in der gewünschten Qualität sicherstellt und dabei Bestands-, Produktivitäts- und Kosten­ziele berücksichtigt. Die Software PSImetals deckt dabei mit ihrem ganzheitlichen Ansatz die komplette Supply Chain der Metallindustrie ab. Schwerpunkte des Unternehmens im Projekt sind die Schnittstellen zu den Planungs-, Steuerungs- und Materialverfolgssystemen der Branche sowie deren Integration mit den neuen Lösungskonzepten im Sinne der Industrie 4.0.
HEAL wird sich vor allem mit den unterschiedlichen Aspekten der multikriteriellen Optimierung stochastischer Abläufe befassen.

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