INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Zumtobel optimiert das Produktionsnetzwerk © Zumtobel Group

Spatenstich für das neue Werk in der Industriezone von Niš (Serbien).

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Spatenstich für das neue Werk in der Industriezone von Niš (Serbien).

Redaktion 12.10.2017

Zumtobel optimiert das Produktionsnetzwerk

Leuchtenwerk am Hauptquartier Dornbirn als Leitwerk für Effizienz und Zukunftstechnologie innerhalb des Konzerns.

DORNBIRN. Die Zumtobel Group fokussiert sich am Stammsitz künftig auf die Produktion von Leuchten. Gleichzeitig findet ein schrittweiser Transfer der Tridonic-Produktionsanlagen an den neuen Standort in Niš statt. Dadurch „bündelt“ der Konzern seine hochqualifizierten Mitarbeiter im Stammwerk, das innerhalb des Produktionsverbunds eine Leitfunktion in Sachen Effizienz und Zukunftstechnologie einnehmen soll. Die Werksmitarbeiter der Komponententochter Tridonic werden im Laufe der nächsten Jahre in das Zumtobel Group Leuchtenwerk in der Schweizerstraße integriert und ihre Kompetenz dort in der Fertigung von LED-Leuchten einbringen. Zu betriebsbedingten Kündigungen soll es in diesem Prozess nicht kommen.

„Mit einem Zumtobel Group-Werk schaffen wir einen gemeinsamen Standort für unsere gesamte Produktionsbelegschaft in Dornbirn“, sagt Christian Ranacher, SVP Human Resources Zumtobel Group und Leiter des Projekts. „Dort bündeln wir unsere Kompetenzen aus den beiden Sparten des Unternehmens zu einer starken Einheit. Gleichzeitig setzen wir mit dem Aufbau der Komponentenproduktion in Serbien eine wichtige Maßnahme zur Steigerung unserer Kosteneffizienz und Wettbewerbsfähigkeit. In enger Zusammenarbeit mit den Betriebsratsgremien haben wir die Basis gelegt für die kommende, schrittweise Weiterentwicklung, bei der wir die Mitarbeiter über die nächsten Jahre sehr intensiv einbinden und begleiten werden. Damit geben wir gleichzeitig ein klares Bekenntnis zum Standort Dornbirn ab, denn unser Stammwerk wird künftig noch stärker für Zukunftstechnologien und Effizienz stehen.“

Das neue Werk in Serbien
Innerhalb der nächsten zweieinhalb Geschäftsjahre entsteht auf einem Grundstück in der südlichen Industriezone von Niš ein Werk, das im Endausbau 40.000 m2 umfassen soll und 30 Mio. € kosten wird; die ersten Produkte sollen im Geschäftsjahr 2018/19 in der neuen Fabrik vom Band laufen.

Im Werk in Serbien soll vor allem das in den nächsten Jahren geplante zusätzliche Volumen produziert werden. In einem von hohem Preisdruck geprägten Marktumfeld bietet der neue Standort der Zumtobel Group die Möglichkeit, ihre Kernmärkte in Europa zu optimalen Kosten zu bedienen. Zudem stärkt der Lichtkonzern damit seine Präsenz in dem dynamischen Wachstumsmarkt Osteuropa.

Gemischte Gefühle
Im ersten Quartal (bei Zumtobel Mai bis Juli) wurde die Umsatzentwicklung des Konzerns von negativen Währungseffekten von 6,2 Mio. € belastet. Diese sind vor allem auf die Aufwertung des Euro gegenüber dem britischen Pfund zurückzuführen. Zudem konnte Zumtobel ebenso wie viele Mitbewerber aus der professionellen Beleuchtungsindustrie aufgrund des spätzyklischen Beleuchtungsgeschäfts noch nicht im erhofften Umfang von den verbesserten Aussichten für die europäische Bauwirtschaft profitieren. In diesem schwierigen Branchenumfeld sanken die Umsätze der Zumtobel Group im erstem Quartal daher um 2,6% auf 317,2 Mio. € (währungsbereinigt -0,7%).

Ungebrochen dynamisches Wachstum verzeichnet die Zumtobel Group im Bereich der innovativen und energieeffizienten LED-Produkte. So stieg der Gesamtumsatz mit LED-Produkten im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 8,0% und vergrößerte sich im Jahresvergleich von 69,9 auf nun 77,5%. Erfreulich entwickelte sich auch die neue Einheit Zumtobel Group Services (ZGS), in der alle projekt- und softwareorientierten Dienstleistungen des Konzerns gebündelt wurden. Das Servicegeschäft verzeichnete einen Umsatzwachstum von 9,5% auf 43,3 Mio. €; mit Projekten im Bereich des Licht-Contracting wie der Handballhalle in Hard oder einer vernetzten Beleuchtungslösung für Großbritanniens größten Immobilienentwickler Landsecurities hat sich ZGS erfolgreich am Markt positioniert.

Aus heutiger Sicht könne man zwar nicht mit Sicherheit abschätzen, ob die Nachfrage im zweiten Halbjahr aufgrund der insgesamt verbesserten Konjunkturaussichten wieder die erforderliche und erwartete positive Wachstumsdynamik aufnimmt - die Belastungen aus negativen Währungseffekten sollten sich aber zusehends verringern. Für das Komponentensegment erwartet Zumtobel in den nächsten Monaten die Rückkehr auf einen moderaten Wachstumspfad und hält vor diesem Hintergrund an der Guidance für das Geschäftsjahr 2017/18 fest, gegenüber dem Vorjahr eine leichte Verbesserung sowohl beim Umsatz (GJ 2016/17: 1,303,9 Mrd. €) als auch beim bereinigten Gruppen-EBIT (GJ 2016/17: 72,4 Mio. €) zu erzielen. (pj)

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