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Echter Überflieger © Rimowa (3)

1. Rimowa-CEO Dieter Morszeck macht sich unter dem Jubel des Publikums zum Abheben bereit. 2. Für das große Gala-Dinner anlässlich des Jungfernflugs der F13 fungierte der Hangar in Dübendorf als Festsaal. 3. Hans-Walter Bender überreicht sein Erinnerungsfoto an seinen F13-Flug samt Kopie des Flugscheins an den Rimowa-Chef.

© Rimowa (3)

1. Rimowa-CEO Dieter Morszeck macht sich unter dem Jubel des Publikums zum Abheben bereit. 2. Für das große Gala-Dinner anlässlich des Jungfernflugs der F13 fungierte der Hangar in Dübendorf als Festsaal. 3. Hans-Walter Bender überreicht sein Erinnerungsfoto an seinen F13-Flug samt Kopie des Flugscheins an den Rimowa-Chef.

Redaktion 30.09.2016

Echter Überflieger

Wiedergeburt einer Ikone Kofferhersteller Rimowa bringt die legendäre F13 wieder in die Luft

Dübendorf. Von dem kleinen Flughafen nahe Zürich hatte am 25. Juni 1919 die erste Junkers F13 abgehoben – der perfekte Ort, von dem sich fast 100 Jahre später ihre Replik in die Lüfte erhob.

Gut 200 Gäste – darunter Bernd Junkers (der Enkel des deutschen Flugzeugbauers Hugo Junkers) mit Gattin Gudrun, Hans-Walter Bender, der 1929 als sechsjähriges Kind mit einer der ersten Junkers F13 geflogen war, und der ehemalige deutsche Astronaut Ulf Dietrich Merbold – waren aus der ganzen Welt angereist, um diesen historischen Moment mitzuerleben, und bekamen eine perfekt inszenierte Show und große Emotionen geboten.
Selbst der Wettergott spielte mit, und statt des angesagten Regens herrschte strahlender Sonnenschein und perfektes Flugwetter, als Rimowa-CEO Dieter Morszeck und Testpilot Oliver Bachmann, begleitet von pompöser Musik, in das Cockpit kletterten und unter dem tosenden Applaus des Publikums über die Piste rollten und starteten.
Via Lifeschaltung und Großbildleinwand konnten die Gäste den Jungfernflug fast hautnah aus dem Cockpit miterleben.

Flug vom Gestern …

„Mein Traum ist wahr geworden. Die Junkers F13 ist wieder in der Luft, und ich durfte als Crewmitglied den offiziellen Erstflug hautnah miterleben”, kommentierte Morszeck nach der Landung. „Was war das für ein Gefühl, dieses Flugzeug zu steuern?” Angesichts des strahlenden Gesichtsausdrucks des Rimowa-Chefs eine Frage, auf die jeder am Flugfeld die Antwort ohne Probleme erraten konnte.
Unbeschreiblich, kaum in Worte zu fassen – man merkte, dass hinter dem F13-Projekt keine marketingtechnischen Gründe ­stecken – Flugzeug aus Aluminium, Koffer aus Aluminium –, sondern eine tiefe persönliche Leidenschaft zum Fliegen und zu jenem Flugzeug, das den ­Boden für die Luftfahrt, wie wir sie heute kennen, ebnete.

… in die Gegenwart

Nachdem mit Champagner auf die Wiedergeburt der legendären F13 angestoßen wurde, ging es in den festlich geschmückten Hangar, wo neben einem Gala-Dinner eine aufwendige Präsentation der Geschichte der Luftfahrt – von Ikarus über Leonardo Da Vinci bis zu den Gebrüdern Wright und Otto Lilienthal – serviert wurde.
Ein höchst emotionaler Moment (nicht wenige der Gäste zückten danach ihre Taschentücher) war, als Bender eine Kopie seines sorgsam gehüteten Flugscheins von 1929 samt einem Erinnerungsfoto an Morszeck überreichte.

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