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Neue Modeschauen © Foundation Pierre Bergé/Yves Saint Laurent

Aus dem Atelier in Paris, in dem Yves Saint Laurent von 1974 bis 2002 gearbeitet hat, wurde jetzt ein öffentlich zugängliches Museum.

© Foundation Pierre Bergé/Yves Saint Laurent

Aus dem Atelier in Paris, in dem Yves Saint Laurent von 1974 bis 2002 gearbeitet hat, wurde jetzt ein öffentlich zugängliches Museum.

britta biron 29.09.2017

Neue Modeschauen

Im Oktober eröffnen in Paris und Marrakesch zwei Yves Saint Laurent-Museen.

Paris/Marrakesch. Er hat den Hosenanzug für Frauen salonfähig gemacht, mit der Mondrian-Kollektion die Mode in der Welt der Kunst verankert, den Safari- und den Transparent-Look erfunden, als hüllenloses Model für sein Parfüm YSL pour Homme für Aufsehen gesorgt und war der erste Modedesigner, dem das Metropolitan Museum of Modern Art eine eigene Ausstellung widmete.

Von 1953 bis 2002, also fast ein halbes Jahrhundert, prägte Yves Saint Laurent die Modewelt ganz entscheidend mit. 2004 gründete er gemeinsam mit seinem Geschäfts- und Lebenspartner Pierre Bergé eine Stiftung und richtete im ehemaligen Haute Couture-Atelier in der Avenue Marceau ein Archiv ein, in dem 5.000 Kleidungsstücke, 15.000 Accessoires und zahllose Zeichnungen und Fotografien aufbewahrt werden. Teile davon wurden bisher lediglich in temporären Ausstellungen gezeigt.

Einblicke in Leben und …

Während der letzten Monate wurden die 450 m2 großen Räumlichkeiten zu einem permanenten Museum umgestaltet, das in wenigen Tagen eröffnen wird.
Die erste Ausstellung läuft bis September 2018 und wird eine Retrospektive von Saint Laurents Schaffen zeigen. Der Rundgang startet im ehemaligen Empfangsraum mit einer Biografie des Modeschöpfers. Im nächsten Raum sind ikonische Kleidungsstücke wie der Damensmoking und die Safarijacke zu sehen, im Anschluss wird jeweils eine komplette Kollektion gezeigt – samt Skizzen, Fotos, Inspirationsvorlagen und Details zu handwerklichen Techniken. (In der ersten Ausstellung ist es die für Frühjahr-Sommer 1962.) Danach folgt ein Raum, der der persönlichen und beruflichen Beziehung von Saint Laurent und Bergé ­gewidmet ist. Auch das Arbeitszimmer mit vielen persönlichen Gegenständen ist Teil des Rundgangs, ebenso wie ein kleines Kino, in dem man Einblick in die Entstehung von Haute Couture-Kollektionen erhält.

… Arbeit eines Künstlers

Den Abschluss bildet, wie auch bei Modeschauen, ein Brautkleid. Ein eigener Raum widmet sich Saint Laurents enger Verbindung mit der Kunst.
Mitte Oktober wird in Marrakesch, nahe der Villa Majorelle, in der Saint Laurent und Bergé wohnten, ein weiteres Museum eröffnet, ein imposanter Neubau aus roten Ziegeln und rosafarbenem Granit. Neben rund 60 Haute Couture-Kleidern wird dort auch eine Ausstellung mit Werken des ­Malers Jacques Majorelle gezeigt.

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