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Tradition meets Trend © Rahimi & Rahimi

Teppichexperte Ali Rahimi: Neue Designs haben aus dem etwas angestaubten Perserteppich wieder ein Trendpiece gemacht, das man sich gern zu Füßen legt.

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Teppichexperte Ali Rahimi: Neue Designs haben aus dem etwas angestaubten Perserteppich wieder ein Trendpiece gemacht, das man sich gern zu Füßen legt.

burcu koç 22.05.2015

Tradition meets Trend

Ali Rahimi über moderne Designerteppiche und das Revival der traditionellen Klassiker.

Wien. Der klassische Perserteppich galt lange als unmodern und recht verstaubt, jetzt zeichnet sich aber ein glanzvolles Comeback ab. Verantwortlich dafür sind vor allem junge Designer, die den Teppich als Medium für ihre kreativen Ideen entdeckt haben, dabei die traditionellen Techniken in den Herkunftsländern wahren und weiterentwickeln. medianet sprach mit dem Wiener Luxusteppich-Händler Ali Rahimi über die aktuellen Veränderungen in der Teppichbranche.

medianet: Zurzeit scheinen handgefertigte Designerteppiche im Trend zu liegen. Können Sie das bestätigen?
Rahimi: Generell hat sich gezeigt, dass der Teppich derzeit einen großen Aufschwung erlebt. Das Thema Wohlfühlen, Gemütlichkeit und Naturprodukt spielt hierbei eine große Rolle. Man kann sagen, dass moderne Designerwaren der Teppichbranche zu ihrem Aufschwung verholfen haben, da wir nun auch eine erneute Liebe für die klassischen Stücke sehen können.

medianet:
Rahimi&Rahimi vertritt mit Jan Kath einen der bekanntesten Vertreter der modernen Teppichdesigner exklusiv in Österreich. Wie kommt dessen Kollektion in Österreich an?
Rahimi: Jan Kath hat den modernen Designerteppich sozusagen erfunden, und wir sind sehr zufrieden, diese Raritäten vertreten zu dürfen.

Der Österreicher ist ein sehr traditioneller Kunde und mag klassische Motive. Jan Kath kann genau das: Alte Muster neu interpretieren. Aus diesem Grund ist er in Österreich auch so beliebt. Aber auch andere Jungdesigner unterstützen wir gern und lassen uns von ihren innovativen Ideen inspirieren.


medianet:
Werden sich die Designerteppiche ebenfalls zu Anlageobjekten entwickeln?
Rahimi: Bei diesem Thema muss man sehr vorsichtig sein. Dennoch können wir bei Jan Kath erkennen, dass seine Teppiche jährlich um ca. 2-3% teurer werden, und die Nachfrage ist enorm. Sie sind prämiert durch Preise und werden im Image hoch gewahrt. Somit sind sie quasi die antiken Teppiche von morgen.

medianet:
Eine abschließende Frage: Wo sehen Sie derzeit noch große Trends bei Teppichen? Wo liegen Potenziale?
Rahimi: Es ist definitiv ein Aufwind vorhanden. Der österreichische Markt ist nach einem längeren Tief wieder im Aufbruch. Das Potenzial liegt in der Fähigkeit, neue Designs zu entwerfen und innovativer zu sein. Es wird ebenfalls mit neuen Techniken und Materialien experimentiert. Demnach ist eine gewisse Investition notwendig.

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