MARKETING & MEDIA
Als aus Spaß ein Business wurde © Good Life Crew
© Good Life Crew

Gianna schöneich 25.08.2017

Als aus Spaß ein Business wurde

Wie aus der Good Life Crew und dem Modelabel TrueYou die Agentur Follow entstand.

••• Von Gianna Schöneich

Fünf Freunde, eine ­Facebookseite, null Businessplan. Das erklärte Ziel: Eine Philosophie zu verbreiten. „Good Life und Schabernack” sind die Schlagwörter der vor fünf Jahren gegründeten Good Life Crew. „Wir wollen jede Situation des Lebens so schön und so gut leben wie nur möglich und nebenbei etwas Schabernack treiben”, erklärt Attila Senkaya, Founder & CEO. Auch heute lebt die Philosophie noch – doch aus dem anfänglichen Spaß ist ein Business geworden – und es haben sich viele Geschäftsbereiche entwickelt.

Die anfängliche Facebook­seite, die positive, motivierende Fotografien und Sprüche zeigte, erhielt immer mehr Traffic und Follower. Nach zwei Monaten – man hat bereits 800 Fans – erreicht die Jungs die erste Event­anfrage, und mit dem ersten durchgeführten Event kommt der Stein ins Rollen. Die Aufgaben wurden untereinander verteilt, hoch im Kurs steht das autodidaktische Lernen, denn gelernt hat niemand das, was er tut.

Die Vorreiter

In der Foto- und Videobranche gelten sie schnell als Vorreiter mit einem neuen eigenen Stil und stehen beispielsweise für atmosphärische Fotografien.

„Es gab niemanden, der uns sagte, wie die Dinge funktionieren sollen. Deswegen konnten wir mit einer ganz anderen Sichtweise an unsere neuen Aufgaben herangehen. So entstanden auch neue Ergebnisse”, erzählt Attila.
Immer mehr Unternehmen treten an die Crew heran. Die Anfragen wurden immer seriöser, und die Good Life Crew muss sich den Veränderungen anpassen. Man gründet kurzerhand die Life Group, um ernsthafter aufzutreten – heute ist man wieder back to the roots und agiert wieder unter dem alten ursprünglichen Namen Good Life Crew.
„Der Gedanke, eine seriösere Schiene aufzubauen, war damals gerechtfertigt. Wir wollten erstens wieder als Einheit auftreten, um auch das im Team wieder stärker zu spüren. Zweitens: Vor zehn Jahren hießen die Agenturen Nachname und Nachname, man legte viel Wert auf ein ernstes Auftreten. Heute hat sich das gewandelt, gewagtere Namen haben ihre Berechtigung. Wir wollen außergewöhnlich sein und bleiben uns treu”, so Attila. „Wir sind die Good Life Crew, wir haben unseren eigenen Stil. Wer mit uns arbeiten möchte, ist dazu eingeladen – wir bleiben jedenfalls unserer Linie treu.”
Die Good Life Crew ist eine Community und Lifestyle Agentur. Mit ihren vielen Marken erscheint das Unternehmen unübersichtlich – doch warum muss es eigentlich so kompliziert sein? „Wir können mit unseren einzelnen Marken verschieden Zielgruppen ansprechen und verschiedene Communities aufbauen. Beispielsweise können wir drei Events mit jeweils einer unserer Marken an einem Tag veranstalten und schaden uns nicht gegenseitig”, erklärt Attila.

Vom Keller zum Mode-Olymp

Locationwechsel: Vier Freunde zerschneiden in ihrem Keller Kleidung. Vom Modebusiness haben sie keine Ahnung. Verkaufen wollen sie die neuen Kleidungsstücke anfangs nicht.

„Wir wollten den Leuten lediglich die Möglichkeit geben, ihre Individualität und ihr wahres Selbst auszuleben und sich stets neu erfinden zu können”, so Ilja Jay Lawal, Founder & CEO. Daraufhin entsteht das Fashion ­Label TrueYou – schon in den ersten Monaten nach der Gründung ist man bekannt, hat Kontakte zur Vienna Fashion Week, doch de facto keine Produkte.

Kooperations-Kampagnen

Eine Produktionsstätte in Paris wird gefunden, und das Business von TrueYou beginnt zu rennen. Der Wandel von der reinen Fashion- zur Lifestylemarke beginnt – auf der Vienna Fashion Week bricht man mit der eigenen Show alle Besucherrekorde.

In der Johannesgasse im ersten Bezirk eröffnet man den ersten Store, erscheint in der britischen Vogue und setzt gemeinsam mit Toyota und Willhaben innovative, branchenübergreifende ­Kooperations-Kampagnen um.
Durch das stetige Communitywachstum gerät man wie schon die Good Life Crew auf die Eventschiene. Wie der Zufall es will, lernen sich Ilja Jay Lawal und Attila Senkaya kennen. Die zwei Kreativlinge merken schnell, dass sich ihre beiden Communities perfekt ergänzen und viele Synergien da sind.
Man vereint die Bereiche Fashion, Lifestyle & Events und greift das Aufkeimen der neuartigen Blogger & Influencer-Thematik auf. Es entsteht die Marke Follow. Ursprünglich als Network-Eventreihe für die Kreativszene gedacht, entwickelt sich die Marke sehr schnell zur Werbeagentur. Die Agentur bündelt die Expertisen und das Netzwerk der Good Life Crew und von TrueYou. Die junge Werbeagentur mit starkem Fokus auf Influencer-Aktivierungen zählt zu ihren Kunden bereits Unternehmen wie Constantin Film, Huawei, Hilton, Toyota u.v.m.

Digital Natives

Auf der Website der Agentur finden sich die Worte „Außergewöhnliche Werbekampagnen gehören zu unseren Lieblingsbeschäftigungen” – außergewöhnlich war in jedem Fall die Kampagne für die ‚Baywatch'- Premiere. Hier war man für die Onlineaktivitäten zuständig und brachte das Video – in welchem ein „Hai” in der Donau gesichtet wurde – an die Online-Community (medianet hat berichtet).

Riesige Communities

Kontakte zu Bloggern und Influencern gibt es ebenfalls bei Follow. Durch die eigene Tätigkeit als Blogger, die influencernahen Communities von TrueYou & der Good Life Crew sowie der Zugehörigkeit zu den sogenannten Digital Natives weiß man, wie Unternehmen ihre Kommunikationsbotschaften heutzutage mithilfe von Influencern positiv aufladen können.

Mit der Agentur Follow und den dahinterstehenden Marken Good Life Crew und TrueYou lässt sich am Markt alles und jeder bedienen.
Der große USP der Agentur sind die riesigen Communities im Hintergrund und die damit verbundene Möglichkeit, alle Zielgruppen anzusprechen. Mit frischen Ideen und dem unglaublichen Mut, auf unkonventionelle Weise Kampagnen umzusetzen, wird die Agentur Follow auch in Zukunft begeistern.


Don’t miss it: Follow After(net)work am 31. August im Cafe Francais im Stadtpark. Weitere Informationen:

www.followaustria.com

 

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema