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Da ist derzeit der Wurm drin © Panthermedia.net/Funkenschlag

Studie Anhand verschiedener Szenarien wurde die optimale Nutzung des Rohstoffs Holz analysiert und damit auch die Auswirkungen des Ökostromgesetzes.

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Studie Anhand verschiedener Szenarien wurde die optimale Nutzung des Rohstoffs Holz analysiert und damit auch die Auswirkungen des Ökostromgesetzes.

Redaktion 09.09.2016

Da ist derzeit der Wurm drin

Papierindustrie fordert, bei der Novelle des Ökostromgesetzes dem gesamtwirtschaftlichen Nutzen Vorrang einzuräumen.

WIEN. Das Institut für Indus­trielle Ökologie präsentierte gemeinsam mit Austropapier eine Studie über die „Auswirkungen forcierter kaskadischer Holznutzung auf Ressourceneffizienz und Wertschöpfung in ­Österreich”. Anhand verschiedener Szenarien wurde die optimale Nutzung des Rohstoffs Holz analysiert – und die negative Wirkung des Ökostromgesetzes für die Österreichische Gesamtwirtschaft beleuchtet.

Bestes Ergebnis: Kaskade Plus

„Im Endeffekt bringt die forcierte kaskadische Nutzung von Biomasse nicht nur den größten Nutzen für Österreichs Gesamtwirtschaft, sondern auch für die einzelnen Branchen”, fasst Studienautor Andreas Windsperger zusammen. Am besten schneidet das Szenario „Kaskade Plus” ab, das von einer Vertiefung der Wertschöpfungskette ausgeht: „Die gesamten Erlöse von stofflicher und energetischer Verwertung könnten von derzeit 18,4 auf 24,4 Mrd. Euro erhöht werden.” Während die holzverarbeitende Industrie ihre Erlöse von 16,8 Mrd. auf 22,2 Mrd. € steigert, erhöhen sich die Erlöse im Energiesektor leicht von 1,6 auf 2,2 Mrd. €.

Aus diesem Anlass appelliert die Papierindustrie an die Politik, den gesamtwirtschaftlichen Nutzen bei der anstehenden Novelle des Ökostromgesetzes in den Vordergrund zu stellen, statt Einzelinteressen zu befriedigen. „In Zukunft dürfen nur mehr die effizientesten Anlagen Förderungen erhalten”, so Austropapier-Präsident Max Oberhumer. „Es widerspricht der Logik, unrentable Anlagen durch die Verlängerung von Einspeisetarifen künstlich am Leben zu halten bzw. durch Gewährung von Schließungsprämien noch für ihre Ineffizienz zu belohnen, auf Kosten des Konsumenten.” (red)

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