MARKETING & MEDIA
Das Guggenheim ist in Floridsdorf gelandet © Interspar/Lackner (3)

Next StepLuftig, schwerelos, ein Spaziergang als Einkaufserlebnis – im neuen Interspar schufen räumliche Zwänge reichlich Platz für Innovationen; Vorbild: Das Guggenheim-Museum in New York.

© Interspar/Lackner (3)

Next StepLuftig, schwerelos, ein Spaziergang als Einkaufserlebnis – im neuen Interspar schufen räumliche Zwänge reichlich Platz für Innovationen; Vorbild: Das Guggenheim-Museum in New York.

christian novacek 09.09.2016

Das Guggenheim ist in Floridsdorf gelandet

Architektonisch setzt Interspar einen internationalen Meilenstein. Ein Lokalaugenschein aus Europas modernstem Hypermarkt.

••• Von Christian Novacek

Am 5. September eröffnete Interspar im 21. Wiener Gemeinde­bezirk Floridsdorf seinen bisher außergewöhnlichsten Hypermarkt: „Das hier ist der neue Flagship-Store, maßgeblich für die nächsten Jahre”, betont Interspar-Geschäftsführer ­Markus Kaser.

Was man als urbanes Shopping-Vergnügen auf drei Ebenen subsumieren kann, setzt im Detail die Benchmarks. Deren auffälligste im Non Food-Bereich: Statt dem bis dato breit gefächerten Motto „Interspar – alles da!” setzt der Handels-Koloss nunmehr auf Kompetenz da und dort. Sprich: Alles gibt es jetzt in erster Linie für die Küche, nämlich vom Kochlöffel über Mixer & Co. bis hin zum edlen Riedel-Glas.
Kompetenzzentrum Nr. 2 ist die Spielwarenabteilung: Was jetzt schon mit 3.000 Artikeln wie ein großer Lego- und Playmobil-Store rüberkommt, wird zu Ostern und Weihnachen nochmals aufgepimpt. „Da ist die Abteilung doppelt so groß”, erklärt Kaser.

Der Wille zur Größe

Was den neuen Hypermarkt einzigartig macht, ist nicht zuletzt der Wille zur Großtat. Die wurde zwar auf 100 mal 30 Meter architektonisch eingezwängt, geriet dadurch aber gewagt in der Ausführung. Entsprechend selbstbewusst zieht Kaser den Vergleich: „Die Herausforderung lautete darauf, drei Ebenen in einer luftigen, freien Art miteinander zu verbinden. Dafür gibt es meiner Meinung nach nur ein internationales Vorbild und das ist das Guggenheim-Museum in New York.”

Tatsächlich könnte ein urgesteiniger Floridsdorfer von der Interspar-Pracht ein wenig geblendet werden, speziell in der obersten Etage; dort blickt ein 500 m2 großes Top-Restaurant mit Hang zum Kaffeehaus und zu italienischer Finesse durch breite Glasfronten auf das im Bus-Bahnhof heftig pulsierende Herz des Bezirks. Die hohe Frequenz gilt für Restaurantleiter Alfred ­Lehner als gute Voraussetzung für einen Umsatz um die zehn Prozent vom Interspar-Gesamtkuchen. Dabei gilt, so Lehner: „Wir sind Gastronomen und wir verhalten uns wie Gastronomen – das heißt: Wir verdienen Geld!”
Schnelles Geld sollte im Food-Frische-Bereich fließen, zumal Interspar-take away in Floridsdorf Premiere feiert. Auf 130 m2 im Extra-Bereich gibt es frisches Gebäck, Snacks, Getränke, Obst & Gemüse an sieben Tagen in der Woche, von 6 bis 22 Uhr, sonntags bis 15 Uhr – das ist ein willkommenes Angebot, besonders begünstigt durch die Bahnhofsnähe.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema (1)

  • Sebastian Schaper – Donnerstag, 15. Sep 2016, 21:38
    Urbane Kundenpflanzerei! Offensichtlich hat man vor lauter Guggenheim-Museumseuphorie auf die Kunden vergessen. Die Takeawaykassen (20-22 Uhr) haben keine Fläche zum Abstellen der eingekauften Waren! Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Auch die Tagessupermarktkassen haben gerade mal einen schwachen Meter Laufband, auf dem höchsten ein Kunde Waren auflegen kann, wenn er nicht mehr als 15 Artikel gleichzeitig kauft. Damit es die Kunden noch enger haben, hat man die Kassen auf allen Seiten mit Stangen zugepflastert. Eine perversere Ausstattung habe ich noch in keinem Supermarkt gesehen. Einige Tage nach Eröffnung wurde das Kassastangenwerk wieder abgebaut. Wieso wohl? Vom Einkaufen dort kann ich nur jedem abraten. Es gibt genug Alternativen, die weniger „Flagship-mäßig“ daherkommen, aber dafür zügiges und bequemes Einkaufen ermöglichen!