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Die Aufholjagd von WhatsApp, Instagram und SnapChat © Karl Michalski

Big Data ­Management: Sabine Auer leitet seit zwei Jahren die Werbeforschungs-Unit Business Planning bei Mindshare in Österreich.

© Karl Michalski

Big Data ­Management: Sabine Auer leitet seit zwei Jahren die Werbeforschungs-Unit Business Planning bei Mindshare in Österreich.

22.01.2016

Die Aufholjagd von WhatsApp, Instagram und SnapChat

medianet exklusiv: Die aktuellen „Mindminutes” von Mindshare belegen eine deutliche Verschiebung des Nutzerverhaltens bei den Sozialen Netzwerken.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Die wichtigsten Sozialen Netzwerke und Apps sind bekanntlich Facebook, WhatsApp und Twitter. „Bei den 15- bis 29-Jährigen steht Instagram aber bereits auf dem dritten Platz der Beliebtheitsskala”, sagt Sabine Auer, Leiterin der Werbeforschungs-Unit Business Planning bei Mindshare.

Da ist es wenig überraschend, dass in Summe 90% der jungen Zielgruppe von 15 bis 29 Jahren diese Kanäle täglich auf ihren Smartphones nutzen. Dies wurde soeben in den Mindshare-Momentaufnahmen Mindminutes erhoben; 540 User von 15 bis 59 wurden online zum Thema „Nutzung von Social Apps” befragt.

And the winner is … WhatsApp!

Gewinner auf der ganzen Linie ist demnach WhatsApp; bei der Nutzung hat der Messenger bereits Facebook überholt. 73% aller Befragten nutzen WhatsApp regelmäßig, und drei Fünftel sogar täglich. Bei den Jungen sind es schon 78% tägliche Nutzer.

Vergleicht man das Nutzungsverhalten mit dem Vorjahr, zeigt sich, dass 43% der 15- bis 29-Jährigen und 56% der 30- bis 59-Jährigen die App häufiger nutzen als noch 2014. Snapchat, Pinterest und Ins­tagram legen vor allem bei den Jüngeren zu. Die Facebooknutzung steigt speziell bei den Älteren und geht bei jedem fünften Jungen zurück.

Leicht bedienbar und vergänglich

Die Nutzerzahlen der Portale verdeutlichen die Aufholjagd der Social Apps: Facebook ist noch immer das wichtigste Netzwerk im Social Web. Mehr als 1,4 Mrd. Menschen sind derzeit bei Facebook weltweit aktiv. WhatsApp kommt aber bereits auf 900 Mio. aktive Nutzer seit seinem Start im Jahr 2014. Ins­tagram hat 300 und Snapchat 200 Mio. aktive Nutzer.

Für die hohe Beliebtheit von WhatsApp sind mehrere Gründe ausschlaggebend”, erklärt Auer: „Die praktische Anwendung, es kostet nichts, der Gruppenchat und die breite gemeinsame Nutzung mit Freunden und Bekannten.”
Im Gegenzug wird die junge Social App Snapchat ausschließlich in der jüngeren Nutzergruppe verwendet. Das Konzept von Snapchat baut auf dem Versenden von Bildern und Videos auf. Auch scheinen die jungen User laut Auer die Vergänglichkeit des Kanals sehr zu schätzen: Seien es jetzt die Snaps (sichtbar bis zu 10 Sekunden) oder die Stories (sichtbar bis zu 24 Stunden).
Auch Instagram wird noch überwiegend von den 15-bis 29-Jährigen genutzt. Bereits jeder dritte Befragte unter den Jungen ist auf Instagram. Ihnen geht es in erster Linie darum, Informationen und Ideen zu sammeln, Fotos zu suchen und Freunde und Bekannte zu finden, denen man folgen kann. Twitter schließlich wird von allen Altersgruppen sowohl beruflich als auch privat verwendet.

Unterhaltung und Spannung

Von den großen Reichweiten und der häufigen Nutzung profitieren Werbetreibende. Gut gemachte Social Media-Kampagnen werden gern weitererzählt und finden im besten Fall wertvolle virale Verbreitung in den Sozialen Medien.

„Wichtig für den Erfolg ist neben einem gezielten Verbreiten zu Kampagnenbeginn eine kreative Idee und Umsetzung, die für die User so relevant, lustig, spannend oder bewegend ist, dass der Content geteilt wird”, bringt es Sabine Auer auf den Punkt.

Erfahren Sie mehr über Mindshare auf xpert-network.at

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