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Die gamescom erreicht das nächste Level © Koelnmesse/Oliver Wachenfeld
© Koelnmesse/Oliver Wachenfeld

christian novacek 25.08.2017

Die gamescom erreicht das nächste Level

Morgen geht in Köln die gamescom zu Ende. Die größte Computerspielmesse ist das perfekte Trendbarometer.

••• Von Christian Novacek

Diese Woche wird mächtig gezockt in Köln: Die gamescom 2017 läuft seit 22. und noch bis 26. August – und sie hat sich mit 910 Ausstellern zur weltweit größten Messe für Computer- und Videospiele gemausert. Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH, dazu: „Wir sind mit der gamescom auf einem ausgezeichneten Weg und haben inzwischen ein völlig neues Level erreicht.” Böse legt Wert darauf, dass die Messe nicht nur die größte ihrer Art ist, sondern auch die beste.

Dass es so weit kommen durfte, hat einen einfachen Grund: Spielen ist in. „Ob in riesigen Hallen bei den neuen eSports-Veranstaltungen, ob Zuhause am PC oder beim Casual Game mit dem Smartphone in der U-Bahn – die Menschen spielen und spielen”, sagt Böse und verweist im Kontext auf die gamescom als den zentralen Spielplatz des digitalen Entertainments.

72 Prozent Auslandsanteil

Die Dimension des digitalen Spielfelds ist enorm: Erstmals belegt der Event zusätzlich die Halle 1 des Kölner Messegeländes und umfasst dadurch eine Bruttofläche von 201.000 m2. Das entspricht einem Plus von vier Prozent. Der Auslandsanteil auf Ausstellerseite steht bei 72% – mit insgesamt vier neuen Länderpavillons rückt die gamescom gleichfalls ihre Rolle als internationale Businessplattform der Games-Branche ins rechte Licht.

„Games sind ein faszinierendes Unterhaltungsmedium und gleichzeitig ein Wirtschaftsfaktor, Kulturgut und Innovationstreiber. Das spiegelt auch die gamescom wider, die mit ihrem umfangreichen Rahmenprogramm weit mehr als eine Videospielmesse ist. Auf der gamescom kann jeder erleben, wie die Digitalisierung und Vernetzung unsere Gesellschaft und Wirtschaft verändern”, erläutert Felix Falk, Geschäftsführer des BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware), dem Träger der gamescom. Er spricht die unterhaltsame Seite der ­Digitalisierung an, die nicht nur Spielsüchtige zeitigt, sondern Arbeitsplätze schafft.
In welcher Vielfalt das bereits passieren kann, führt Köln deutlich vor: Das Who is Who der Branche gibt sich ebenda den Joystick in die Hand. Hier die „Prominentenliste”, die aktuelle Neuheiten präsentiert – aber ebenso den einen oder anderen Blick in die Zukunft ermöglicht: Activision Blizzard, Blizzard Entertainment SAS, Sony Interactive Entertainment, Astragon, CD Projekt, Kalypso Media Group, Techland, Wargaming Europe, Xbox, Amazon EU, Deep Silver, ESL/Turtle Entertainment, Nintendo of Europe, Square Enix, Warner Bros, Micro- Star, Mifcom, Webedia Gaming.

The Look of games

Abgerundet wird die Leistungsschau der Branche durch ein Rahmenprogramm. Etwa: Das cosplay village (Halle 10.2) inklusive cosplay contest (Gamer verkleiden sich als Figuren aus der Manga, Anime, Comic, Film oder Computerspielwelt). Die Neuheiten unabhängiger Entwickler konzentrieren sich in der Indie Arena Booth (Halle 10.1). Der „gamescom gamespark powered by Honor” wartet wiederum mit einer Fülle von Spielstationen, insbesondere aus dem Bereich Mobile Gaming auf.

Neben der Unterhaltung wird aber auch über berufliche Chancen in der Computer- und Videospielindustrie sowie in thematisch verwandten Branchen informiert – nämlich bei der ­Dialogplattform „jobs & karriere” in Halle 10.2.

Die Stadt feiert mit

Originellerweise findet das definierte Highlight der Messe außerhalb dieser statt: Das gamescom city festival. Vom 25. bis 27. August erwartet Groß und Klein in der Kölner Innenstadt ein Programm mit viel Musik und für Nichtaffine teils Bizarrem auf insgesamt drei Bühnen im Stadtzentrum. Damit das nicht zu exzentrisch ausfällt, hat man das Programm auf Kinder und junge Familien erweitert – und versorgt die kulinarisch über einen eigens etablierten Street-Food-Markt.

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