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E-Paper federn Rückgänge ab © Panthermedia.net/Londondeposit

Die Zahlen des zweiten Halbjahrs 2015 der ÖAK erschienen vergangenen Mittwoch.

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Die Zahlen des zweiten Halbjahrs 2015 der ÖAK erschienen vergangenen Mittwoch.

26.02.2016

E-Paper federn Rückgänge ab

Mittwoch dieser Woche erschienen die ÖAK-Zahlen des zweiten Halbjahrs 2015. Dabei zeigt sich eines: Die e-Paper helfen ein Minus zumindest etwas abzufangen.

WIEN. Vergangenen Mittwoch wurden die Zahlen des zweiten Halbjahres 2015 der. Auflagenkontrolle (ÖAK) veröffentlicht. Diese zeigten: Die E-Paper-Ausgaben haben den Auflagenrückgang der heimischen ­Tageszeigungen abgefedert.

Bei der Kronen Zeitung, ­Österreichs größter Tageszeitung, schrumpfte die verkaufte Auflage binnen eines Jahres von 777.691 auf 762.691 Stück. Ohne den Verkauf von 7.545 E-Papers wäre der Einbruch noch stärker gewesen.
Die Kleine Zeitung, Marktführerin in der Steiermark und Kärnten, blieb im zweiten Halbjahr 2015 hinter der Krone die meistverkaufte Zeitung. Sie steigerte die verkaufte Auflage im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2014 um 1.991 auf 284.436. Davon waren 8.427 ­E-Papers, ein Plus von 2.561. Die Salzburger Nachrichten (66.459) und die Oberösterreichischen Nachrichten (106.621) haben die Auflage ebenfalls gesteigert. Die beiden Tageszeitungen des Vorarlberger Verlegers Eugen Russ, die Vorarlberger Nachrichten (60.247) und die Neue Vorarlberger Tageszeitung (7.230), haben kaum Auf­lage verloren.

Verbreitung von „Heute” sank

Neben der Krone büßte auch der Kurier Auflage ein, die beiden Medien haben über die Tochtergesellschaft Mediaprint einen gemeinsamen Vertrieb. Die Kurier-Auflage ging von 144.733 Stück im Wochenschnitt auf 135.862 zurück. Auch der Standard (62.902), Die Presse (68.952), die Tiroler Tageszeitung (81.676) sowie das WirtschaftsBlatt (20.380) setzten in der zweiten Jahreshälfte 2015 weniger Exemplare ab.

Bei der Gratiszeitung Heute gab es seit Gründung erstmals einen Jahresschnitt von 626.183 vertriebenen Exemplaren. Österreich legte bei der verbreiteten Auflage von 506.678 auf 541.259 Stück zu.
Der Gratiswochenzeitungsring Regionalmedien Austria (RMA) mit den Bezirksblättern brachte im Schnitt eine Auflage von 3,37 Millionen Exemplare wöchentlich an die Leser. Die niederösterreichische Wochenzeitung NÖN verkaufte 109.966 Titel.

Für „News” geht es nach oben

Gute Nachrichten gab es für die Zeitungsmacher in der Taborstraße: Das im Vorjahr neu aufgestellte Nachrichtenmagazin News meldete nach einer Talfahrt in den letzten Jahren eine gestiegene Auflage. News verkaufte im zweiten Halbjahr 2015 durchschnittlich 119.149 Exemplare, nach 117.886 im Jahr davor. Während der Einzelverkauf zurückging, gab es 5.668 zusätzliche Abos. Auch die weiteren Magazine der Verlagsgruppe News, profil (67.479), tv-media (180.097), e-media (37.699) und Woman (132.537), steigerten die verkaufte Auflage.

Die ganze Woche verkaufte 308.341 Stück, Seitenblicke 35.359, Servus in Stadt und Land 132.249, die ORF-Nachlese 72.607, der ­Gewinn 39.314 und die Wienerin 45.586.
Die ÖAK ist ein auf freiwilliger Mitgliedschaft beruhender Verein. Zweck dessen ist die Beschaffung, Bereitstellung und Veröffentlichung von vergleichbaren und objektiv ermittelten Unterlagen über die Verbreitung von Printmedien und anderen Werbeträgern, die ihr Verbreitungsgebiet in Österreich haben. (APA/red)


Mehr zu den ÖAK-Zahlen lesen Sie nächste Woche in unserem ÖAK-Schwerpunkt.

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