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„Echtes, positives und emotionales Programm” © medianet
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22.05.2015

„Echtes, positives und emotionales Programm”

Im Gespräch Ralph Meier-Tanos (li.) und Bernhard Feichter erläutern ihren ­Ansatz von erfolgreichem Radioprogramm und sprechen über inhomogene Hörer­schichten ebenso wie notwendige starke Marken und Menschen.

Wien. „Es ist ein wirtschaftlich gesunder, verlässlich stabiler Radiosender in Wien, Niederösterreich und im Burgenland, der sich stetig weiter nach oben entwickelt”, so 88.6 GF Ralph Meier-Tanos im Gespräch mit medianet.

Es hat sich auch seit den Jahren 2012 und 2013 sehr viel getan.
Bernhard Feichter wechselte in die Programmleitung, und Meier-Tanos übernahm die Geschäftsführung von Oliver Böhm. Diese Veränderungen setzten sich im Verkauf, Marketing, der Technik bis hin zu den Moderatoren und der Musikredaktion fort.

Hörer & Veränderungen

„Prinzipiell sind größere Veränderungen bei einem Radiosender immer etwas kritisch bzw. schwierig, da die Hörer diese nur langsam wahrnehmen”, so Meier-Tanos. „Das Erfolgsrezept unseres Radiosenders ist die klare Positionierung, die Kontinuität im Programm und die Flexibilität im Verkauf.” Aus diesem Grund wurden die Veränderungen Schritt für Schritt umgesetzt. „Wir bauten erst auf der Basis auf, beseitigten ‚Altlasten' und haben dann in den jeweiligen Bereichen unsere persönliche Handschrift eingebracht”, schildert Bernhard Feichter.
Die klare Positionierung und die Kontinuität sei für einen programmlichen Erfolg essenziell. Daher habe das Team die Änderungen auch immer wieder hinterfragt und überprüft, ob diese der Zielgruppe und Marke zuträglich sind. „So konnten wir die Programmlinie weiterhin treu verfolgen und bei der werberelevanten Zielgruppe weiter dazugewinnen.”
Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten: „Vor zwei Jahren war unsere Zielgruppe noch stark männlich geprägt. Durch die Ausrichtung mit dem Schwerpunkt Abwechslung hat sich das Verhältnis nahezu ausgeglichen.”
Laut Marktstudien sei es ganz klar das Markenzeichen von 88.6, betont Feichter: „Wir stehen für Abwechslung. 88.6 bildet am Markt mit Abstand die größte Vielfalt ab, da wir von den 70ern bis heute das Musikformat bespielen.” Wichtig sei dabei, dass trotz der Vielfalt ein homogenes Bild ent-stehe, und „nicht als Fleckerlteppich vom Hörer wahrgenommen wird”.
Künstler und Bands, die ihre Musik noch selbst machen und nicht am Computer produzieren, stehen dabei absolut im Vordergrund.
Homogen sind die Hörer wiederum nicht. Unterschiede gebe es durchaus in den drei Bundesländern Wien, Burgenland und Niederösterreich, in denen 88.6 ausgestrahlt wird. „Der niederösterreichische Markt ist ‚unverdorbener'. Die Hörer sind hier dankbarer für Rock und Pop Musik als der Wiener Hörer, der auch durch das breite Angebot verwöhnter und gesättigter ist.”
Dieses Konzept werde auch von den Werbekunden sehr gut angenommen. „Programm-Promotions sind unser Spezialgebiet. Wir entwickeln mit jedem noch so ausgefallenen Kundenwunsch eine Promotion, die sowohl für Hörer- als auch für Kundenseite attraktiv ist.”
Um weiterhin vorn mithalten zu können, verfolge das knapp 50-köpfige-Team ein klares Ziel, erklärt Meier-Tanos: „Bei den regionalen Sender möchten wir die stabile Nummer eins sein, bleiben und diese Position ausbauen.”

Konkurrenz & Marke

Dabei müsse 88.6 auch mit der Zeit gehen. Mit zusätzlichen Verbreitungswegen wie z.B. mehr 88.6-Musikangeboten via Webstreaming trete man mit Radiosendern im deutschsprachigen Raum in Konkurrenz. „Umso mehr rückt die eigene Marke in den Vordergrund. Wir müssen den Kontakt zu unseren Hörern umso mehr pflegen und wir müssen den Kontakt zu neuen Hörern stärker ausbauen.”
Hier nehmen neben dem Programm die Moderatoren einen wichtigen Part ein, sagt er abschließend: „Um konkurrenzfähig zu sein, ist es wichtig, dass wir Moderatoren haben, die keine Scheinwelt vorspielen. Hier gehen wir auch einen eigenen Weg mit unserem Morgenshow-Moderator ‚Wolfgang Walluch, der 88.6 Morgenmensch'. Eine Person, die on-air so ist, wie auch tatsächlich im wirklichen Leben.” Die Authentizität macht sich bezahlt. So konnte in den letzten zwei Jahren eine große Stammhörerschaft aufgebaut werden. Dazu passende Programmelemente, wie auch eine Kooperation mit Roland Düringer, der jeden Montag auf 88.6,6 ‚laut denkt', runden die Morgenshow ab.
„Zusammenfassend geht es uns darum, ein abwechslungsreiches, authentisches, echtes, positives und emotionales Programm zu machen. Wenn wir die Leidenschaft und den Spaß, mit dem das Team bei der Sache ist, auf die Hörer übertragen können, dann ist das die Grundlage und der Motor für zukünftige Reichweitengewinne. Und das ist letztlich das, was sich unsere Werbekunden wünschen und zu Recht erwarten dürfen”, so Meier-Tanos abschließend.(cw)

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