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Ein Ring-Kampf © spusu

Franz Pichler „Es kann nicht sein, dass die EU-Kommission jetzt genau jene Großkonzerne schützt”, meint der spusu-Chef.

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Franz Pichler „Es kann nicht sein, dass die EU-Kommission jetzt genau jene Großkonzerne schützt”, meint der spusu-Chef.

Redaktion 17.02.2017

Ein Ring-Kampf

Der österreichische Mobilfunker spusu streitet mit der EU wegen Netzzugang in Deutschland.

WIEN/BERLIN/BRÜSSEL. Unter strengen Auflagen der EU-Kommission wurde der Zusammenschluss der deutschen Mobilfunkanbieter Telefónica und E-Plus in Deutschland genehmigt. Dafür muss der Mobilfunkriese Telefónica virtuellen Anbietern ihr Netz zur Verfügung stellen.

„Vorgaben nicht erfüllt”

„Daran hat man sich auch drei Jahre nach dem Zusammenschluss nicht gehalten. Bis heute liegt uns kein Angebot vor, welches dem Modell eines MVNOs entspricht”, kritisiert der österreichische Mobilfunkanbieter spusu scharf.

So ringt spusu nun seit mehreren Jahren mit dem deutschen Netzbetreiber in zähen Verhandlungen um den Zugang am deutschen Mobilfunkmarkt.

spusu geht vor’s EU-Gericht

Jetzt will sich spusu die geltenden Wettbewerbsrechte vor dem Europäischen Gerichtshof erkämpfen.

spusu-Geschäftsführer Franz Pichler begründet die Entscheidung: „Deutschland ist seit Jahren im Hinblick auf Mobilfunk ein Entwicklungsland, und ein Wettbewerb im Mobilfunk­sektor ist schlicht nicht vorhanden. Es kann nicht sein, dass die EU-Kommission jetzt genau jene Großkonzerne schützt, die einen freien Wettbewerb und damit verbunden die Schaffung von Tausenden Arbeitsplätzen und günstige Konditionen für den Endverbraucher seit Jahren verhindern. Es ist nicht akzeptabel, dass dem deutschen Bürger nach wie vor die Nutzung von mobilen Daten zu unattraktiven Konditionen und vollkommen überteuerten Preisen aufgezwungen wird”, so der spusu-Geschäftsführer.

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