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Eine Qualitätsinitiative © Dentsu Austria

Im Interview Herbert Pratter ist Chief Digital Officer bei ­Dentsu Austria.

© Dentsu Austria

Im Interview Herbert Pratter ist Chief Digital Officer bei ­Dentsu Austria.

Gianna schöneich 09.12.2016

Eine Qualitätsinitiative

Dentsu Austria kommt noch heuer mit innovativen Lösungen um die Ecke und setzt dabei auf Garantien.

••• Von Gianna Schöneich

WIEN. Nicht sichtbare Werbung ist wertlose Werbung. Und doch landen in Österreich im Schnitt immer noch 30% der bezahlten Online-Anzeigen an Positionen, die der User auf dem Bildschirm gar nicht sieht, weil er beispielsweise nicht bis ans Ende der ­Seite scrollt.

Werbung einfach in diesen Bereichen nicht auszuspielen, ist ein technisch hoch komplexes Thema und für werbetreibende Unternehmen mit Risiken verbunden.
Dentsu Austria startete jetzt eine Qualitätsinitiative und sagt nicht nur der nicht sichtbaren Werbung den Kampf an.

Extremer Ausbau

Ab dem Frühjahr 2017 kann das Qualitätsprodukt TrippleQ erworben werden. Konkret geht es um drei Qualitätsfaktoren: die Daten-, Auslieferungs- und Umfeldqualität. Bereits 2014 ging man mit dem Produkt iQuality in den Markt, damals bereits mit dem Versprechen, nur sichtbare Werbung auszuliefern. Der Mindeststandard: 75% der Werbung, wie Banner oder werbliche Text- und Bildinhalte, sind zumindest zwei Sekunden lang für den User auf dem Bildschirm sichtbar (75%/2s).

„Das Produkt wird extrem ausgebaut. Unter dem neuen Namen TrippleQ garantieren wir unseren Kunden Qualität, nehmen den iQuality-Ansatz und bauen diesen weiter aus”, erklärt Herbert Pratter, Chief Digital Officer von Dentsu Austria, im Interview mit medianet.
Doch wie soll die Garantie eingehalten werden? Wo man doch weiß, dass es äußerst aufwendig ist, Werbung zu 100% sichtbar auszuspielen?
„Nutzer surfen und haben dabei ein Browserfenster geöffnet. Unsere neue technische Lösung erkennt automatisch, welcher Bereich des Adslots sichtbar ist. Ist dieses beispielsweise nur zur Hälfte sichtbar, wird das Format des Ad geändert – vollautomatisch und in Echtzeit”, so Pratter. Die innovative Lösung gibt es so weltweit noch nicht.

Externe Überprüfungen

Den Kunden will man außerdem einen gewissen Ausschöpfungsgrad in der Zielgruppe garantieren. „Es wird extern geprüft, ob wir den vereinbarten Mindestanteil an Ad Impressions in der Audience ausspielen. Tun wir das nicht, wird das Produkt nicht vollständig berechnet”, erklärt Pratter. Geprüft wird dies mit Drittanbietern, die diese „Audience Verification” durchführen.

Gewährleistet wird auch eine Umfeldqualität: Will ein Kunde nur auf bestimmten Seiten auftauchen, so kann auch dies mit tels Whitelisting programmatisch ausgeliefert werden.
Die Marke taucht somit nur auf Seiten auf, mit welchen die Marke „kompatibel” ist. Das Netzwerk zeichnet auch für ständige Optimierungen verantwortlich, um so einen gelungenen Markenauftritt zu gewährleisten.
Am Ziel ist man mit TrippleQ aber noch lange nicht angekommen, erklärt Pratter: „Der heilige Gral wäre natürlich, wenn man auch einen gewissen Awarenessgrad garantieren könnte. Das Thema Werbeeffekt ist aber ein sehr komplexes. Wir versuchen momentan, die Qualitätsfaktoren, die wir beeinflussen können, also Sichtbarkeit, Audience, Umfeld und Relevanz, massiv zu erhöhen.”
Auf die Suche nach dem heiligen Gral begibt man sich auch im nächsten Jahr: Mittels standardisierter Tests soll der Werbe­effekt gemessen und ebenfalls garantiert werden.
Wir dürfen gespannt sein.


Weitere Informationen finden sich auf der Website von Dentsu Austria: www.dentsu.at

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