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Föderl-Schmid verlässt den "Standard" APA / Helmut Fohringer

Föderl-Schmid wird den "Standard" verlassen.

APA / Helmut Fohringer

Föderl-Schmid wird den "Standard" verlassen.

Redaktion 16.05.2017

Föderl-Schmid verlässt den "Standard"

Vertrag als Chefredakteurin und Co-Herausgeberin läuft Ende Juni aus, sie bleibt bis Ende August.

WIEN. Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin und Co-Herausgeberin des "Standard", verlässt die Zeitung. Ihr Vertrag läuft Ende Juni aus, sie habe sich bereit erklärt, zwecks geordneter Nachfolge bis Ende August zu bleiben, hieß es am Dienstag in einer Aussendung. "Ich werde mich neuen journalistischen Herausforderungen stellen", erklärte Föderl-Schmid darin. Wer ihr nachfolgt, wurde offen gelassen.

Herausgeber Oscar Bronner "bedauert die Entscheidung" Föderl-Schmids, hieß es weiter. Er bedankte sich und "wünscht ihr alles Gute für die Zukunft". Auch Vorstand Alexander Mitteräcker dankte Föderl-Schmid "sehr herzlich für die langjährige ausgezeichnete Zusammenarbeit, das Engagement und den Beitrag zur Entwicklung unseres Mediums". Die Zusammenlegung der Redaktionen von Print und Online im Jahr 2013 habe die vergangenen Jahre geprägt, meine Mitteräcker zugleich. Nun sei "ein guter Moment, diese Position zu übergeben", schrieb das Medienhaus. "Der 'Standard' ist auf gutem Kurs", so der Vorstand, das Printprodukt sei in der Entwicklung stabil, online erfahre kontinuierlich eine steigende Nutzung.

Föderl-Schmid (Jahrgang 1971) gehört der "Standard"-Redaktion seit 27 Jahren an. Sie begann 1990 in der Oberösterreich-Redaktion, ab 1993 war sie Korrespondentin in Berlin und Brüssel. 2006 übernahm sie das Wirtschaftsressort, im Juli 2007 wurde sie als erste Frau Chefredakteurin einer österreichischen Tageszeitung. Seit 2012 ist sie auch Co-Herausgeberin. "Ich freue mich, dass ich den 'Standard' fast drei Jahrzehnte lang mitgestalten konnte", wurde sie am Dienstag zitiert.

Föderl-Schmid habe die Leserzahlen in Print und Online gesteigert und mit Initiativen wie der von ihr neun Jahre moderierten Debattenserie "Europa im Diskurs/Debating Europe" im Burgtheater Akzente gesetzt, würdigte sie der "Standard" in der Aussendung. Sie wurde 2012 mit dem Vorhofer-Preis ausgezeichnet und ins Board des Reuters Institute for the Study of Journalism in Oxford berufen. (APA/red)

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