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„Gastfreundschaft, die eben typisch für Österreich ist” © ORF/Fabio Eppensteiner

Zum Core-Team zählte Event-Manager Pius Strobl. Wir baten ihn zum Talk.

© ORF/Fabio Eppensteiner

Zum Core-Team zählte Event-Manager Pius Strobl. Wir baten ihn zum Talk.

29.05.2015

„Gastfreundschaft, die eben typisch für Österreich ist”

Event-Erfolg Sicherheit, Catering, Hotelbuchungen, Transporte, Ticketverkauf, Sponsoring lag in der Verantwortung von Event-Manager Pius Strobl

Wien. Eine maßgebliche Säule des ESC-Erfolgs in Wien war Eventmanager Pius Strobl. Sein Verantwortungsbereich: mehr oder weniger alles, was außerhalb der TV-Show des ESCs passieren musste. Dazu zählt die Sicherheit des Events, das Catering, Hotelbuchungen, Transporte, Ticketverkauf, Sponsoring und noch einiges mehr. medianet bat auch ihn um eine erste Zwischenbilanz nach dem ESC

medianet:
Aus der Sicht des Song Contest-Eventmanagers – wie ist es gelaufen?
Pius Strobl: Wir haben es geschafft, ein wirklich großes Vorhaben ziemlich perfekt umzusetzen und damit auch gute Arbeitsbedingungen und vor allem eine Wohlfühl-Atmosphäre für die Künstler, deren Begleitung und auch für die Journalisten zu schaffen. Im Rückblick nahezu überrascht sind wir vom Umstand, dass fast alle unsere Planungen auf den Punkt umgesetzt werden konnten, und am Ende die 84 Teilprojekte, aus denen der ESC in meinem Bereich bestand, so funktioniert haben, wie wir uns das im ‚Kopfkino' vorstellten und das ist bei der Dimension dieses Events nicht selbstverständlich.

Strobl:
Wie sahen die EBU-Regeln für den Event-Teil aus?
Strobl: Es gibt klare Regeln der EBU, aber keine konkreten Umsetzungserwartungen im Detail – die Gestaltung des Events an sich ist Sache derer, die den Song Contest ausrichten.

medianet:
Von den nun für den ESC 2016 Verantwortlichen in Schweden, die ja auch in Wien vor Ort waren, hieß es bereits, Wien habe die Latte für das kommende Jahr sehr hoch gesetzt. Wie weit haben Sie die eigenen Vorgaben umsetzten können?
Strobl: Das nationale und internationale Lob, dass wir den Gesamtevent perfekt organisiert haben, das von den Transporten bis zu den Arbeitsplätzen, von den Help Desks bis zu den Saftbars, vom Catering bis zur Maske, etc., alles super funktioniert hat, freut uns natürlich. Ich glaube auch, dass wir einige Benchmarks gesetzt haben, die auch in den nächsten Jahren beim Song Contest Niederschlag finden werden. Nehmen Sie z.B. das umgesetzte Vorhaben, den ersten TV-Event als ‚Green Event' durchzuführen – das wird für viele nationale und internationale Events eine Selbstverständlichkeit werden. Oder der Youth Contest – an die 20.000 Jugendlichen in österreichischen Schulen haben sich auf vielfältige Art und Weise mit dem Motto ‚Building Bridges' beschäftigt, 8.000 haben wir mit der ÖBB aus ganz Österreich in die Stadthalle gebracht – und dort eine Stimmung erlebt, die nicht beschreibbar ist.

Oder unser Vorhaben eines ‚demokratischen Events' mit einer Preisgestaltung an der unteren Grenze, sodass sich jeder eine Karte leisten konnte.
Aber auch unsere Volunteers, die nach Meinung der internationalen Gäste die Besten ever waren – mit einer Freundlichkeit und Gastfreundschaft, die eben für Österreich typisch ist.
Wir haben großen Wert auf Inklusion gelegt – es gab weder on- noch off-air unüberwindliche Barrieren, für niemanden. Und vieles mehr …


medianet:
Wie lief der Kartenverkauf nun endgültig?
Strobl: Wir liegen bei etwa 100.000 Besucherinnen und Besuchern der zwölf Shows und bei einem Kartenverkaufsergebnis weit über Plan …
medianet: Edgar Böhm meinte, man habe sich bewusst gegen ‚Gigantomanie' entschieden. Was war der Gedanke dahinter?
Strobl: Wir haben uns im Lenkungskreis vorgenommen, dass Kreativität und unkonventionelle Ideen eine größere Rolle spielen sollen, als einfach eine riesige Bühne in die Halle zu stellen. So kam der Green Room in der Halle als spürbarer, interaktiver Künstlerort zustande und vieles mehr. Mit Kurt Pongratz als einem der besten Regisseure Europas, mit Stefan Wöber als hervorragenden Line Producer und dem Top-Technikchef Bortoli unter dem kreativen Mantel der Fernsehdirektorin Zechner war jene Mischung gegeben, die grandiose Shows zur Folge hatten.

medianet:
Zum Schluss: Wie ist das ganz persönliche Resümee des Pius Strobl zum ESC?
Strobl: Ich habe bei diesem Projekt sehr viel gelernt und einige neue Erkenntnisse für mich gewonnen. Ich glaube, dass das besagte ESC-Team einen richtig guten Job gemacht hat.

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