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Good Vibrations am Radio Research Day © Elisabeth Kessler (2)
© Elisabeth Kessler (2)

Dinko Fejzuli 26.05.2017

Good Vibrations am Radio Research Day

Joachim Feher, der neue RMS-GF, begrüßte im bis auf den letzten Platz gefüllten Palais Niederösterreich die Gäste.

••• Von Dinko Fejzuli

WIEN. Nach dem Tod des ehemaligen, langjährigen Geschäftsführers der RMS, Michael Graf, im Juni vergangenen Jahres begrüßte heuer erstmals Joachim Feher, bisher Geschäftsführer von Österreichs größter Media-Agentur MediaCom, als neuer RMS-Geschäftsführer die Gäste im bis auf den letzten Platz gefüllten Palais Niederösterreich zum Radio-Highlight des Jahre, dem mittlerweile 18. Radio Research Day. Das Motto heuer: „Good Vibrations”.

Traumquoten für Radio

„Sechs Millionen Österreicher hören täglich Radio – ein Nutzungspotenzial, von dem die digitalen Medien nur träumen können”, betonte Feher den Stellenwert von Radio gleich zu Beginn der Veranstaltung. Und er führt weiter aus: „Sogar in der jungen Zielgruppe der bis 29-Jährigen hat Radio einen ­fixen Platz im Tagesablauf, nutzen doch 70 Prozent dieser Zielgruppe täglich zumindest einen Radiosender, wobei alle Sozialen Medien – wie Facebook, Twitter usw. – zusammengenommen lediglich von 60 Prozent der Jungen pro Tag genutzt werden.”

Top-Referenten

Auch heuer war die Riege der Referenten top. Prof. Manfred Spitzer – Neurowissenschaftler und Leiter der psychiatrischen Abteilung an der Universitätsklinik in Ulm, bekannt auch durch seine Fachbücher „Digitale Demenz” und „Cyberkrank” – zeigte die Schattenseiten und Gefahren der Digitalisierung vor allem in der Entwicklungsphase von Kindern und Jugendlichen auf. Wenn Kinder mehr Zeit auf Facebook oder ähnlichen Sozialen Netzwerken verbringen als mit realen sozialen Kontakten, dann verkümmert die Teilhabe, die Empathie für Mitmenschen. Nils Kirchhoff – Foley Artist – verblüffte das Publikum, mit welchen alltäglichen Utensilien Geräusche für Film und Funk nachgemacht werden können.

Petra Hofstätter (mediastrategen) und Silvia Wallner (media.at) zeigten anhand des Fallbeispiels für den Kunden „Wer liefert was”, dass mit Radio nachweisbar auch eher schwer erreichbare Zielgruppen, wie berufliche Entscheidungsträger, punktgenau angesprochen werden können und dass Radio somit auch bestens für Kunden aus dem B2B-Bereich geeignet ist.
Margarita Mädel (Takeda) und Doris Ragetté (RMS Aus­tria) zeigten mit dem Fallbeispiel für das Produkt „Sanostol”, dass Radio als Lead-Medium auch im Bereich der Pharma-Branche „Good Vibrations”, also mehr ­Abverkäufe, generiert.

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