MARKETING & MEDIA
Großer PR-Bahnhof für den echten Hauptbahnhof © ÖBB/Philipp Horak
© ÖBB/Philipp Horak

27.11.2015

Großer PR-Bahnhof für den echten Hauptbahnhof

Der PR-Staatspreis geht an die ÖBB-Holding für die Kampagne „Mehr als nur ein Bahnhof”.

••• Von Caroline Wirth

Sieger in einer Kategorie zu sein, ist der Beleg für exzellente Leistung”, betont PRVA-Präsidentin Susanne Senft. Bei der alljährlichen Nacht der PR wurde der Staatspreis für PR verliehen. Besonders stolz ist Senft auf die „durchwegs außerordentlich professionell geplanten und umgesetzten Projekte, die Kreativität, Innovationskraft und den Facettenreichtum moderner Public Relations belegen.” Die Einreichungen zum Staatspreis seien somit ein guter Überblick darüber, welche Themen und Herausforderungen die PR-Experten im vergangenen Jahr beschäftigten. Prämiert wurden die besten PR-Arbeiten des Jahres in den sechs Kategorien Corporate PR, Corporate Social Responsibility (CSR), Digitale Kommunikation, Interne PR und Employer Branding, Produkt-und Service PR sowie PR-Spezialprojekte. Die ÖBB-Holding AG wurde für die Kampagne „Mehr als ein Bahnhof” in der Kategorie Produkt- und Service PR ausgezeichnet und erhielt zudem den Staatspreis.

Im Rahmen der PR-Gala wurde auch ÖFB-Chef Marcel Koller als „Kommunikator des Jahres” geehrt.

Beitrag für Wirtschaftsstandort

Bereits zum 32. Mal verlieh das Wirtschaftsministerium den Staatspreis PR. „Mit der Auszeichnung nutzt das Wirtschaftsministerium die Gelegenheit, jene Unternehmen auszuzeichnen, die diese Herausforderungen in exemplarischer Weise meistern”, betont Wirtschaftsminister Vizekanzler Reinhold Mitterlehner. „Damit stärken sie nicht nur die eigene Wettbewerbsfähigkeit, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zur Qualität des Wirtschaftsstandorts Österreich.”

Sieger ÖBB-Holding AG
Umsetzung Mit der Kampagne „Mehr als ein Bahnhof” wurden von Sommer 2014 bis zur Vollinbetriebnahme im Dezember 2015 die Fahrgäste am neuen Hauptbahnhof begrüßt, über Vorteile des Projekts informiert sowie Vorfreude erzeugt. Durch effizienten Media-Einsatz kommunizierte das Unternehmen die Themenvielfalt und die Vorteile der ÖBB für die Zielgruppen transparent. Die Kommunikationsstrategie der ÖBB beinhaltete eine starke Vernetzung einzelner Kommunikationsinstrumente: von klassischen PR-Maßnahmen über interne Kommunikations- und Informationsangebote, Social Media-Aktivitäten bis hin zur Eröffnungsfeier.
Jurybegründung Das Unternehmen kommunizierte die Errichtung des Wiener Hauptbahnhofs unter dem Motto „Mehr als ein Bahnhof” weit über die klassischen ÖBB-Zielgruppen hinaus. Wesentliches Ziel war, ein Bewusstsein für den generationenübergreifenden Mehrwert von Infrastruktur-Investitionen zu schaffen. Mit strategischer Kommunikation haben die ÖBB gezeigt, wie kontinuierliche und integrativ ausgerichtete Kommunikationsarbeit ein Infrastrukturprojekt von nationaler Bedeutung erfolgreich unterstützt.

Sieger Land Salzburg, Landes-­Medienzentrum/Marketing im Auftrag des ressortzuständigen ­Regierungsmitglieds LR Josef Schwaiger/ikp Salzburg GmbH
Umsetzung Das Land Salzburg/Ressort Wasser schafft mit der TrinkWasser!Schule, die sich an die dritten Klassen der Volksschulen richtet, frühzeitig Bewusstsein für die hohe Qualität des Salzburger Wassers. Mit eigenen Trinkflaschen, einem Lehrerseminar, einer Online-Plattform mit Wissensdatenbank, Aktionstagen mit dem Nationalpark Hohe Tauern uvm. werden über das gesamte Schuljahr Akzente gesetzt. Mit dem nachhaltigen Projekt gelingt es, mehr als jährlich 1.900 Kinder aus 67 Schulen zum Wassertrinken zu animieren.
Jurybegründung Kinder für die hohe Qualität des Salzburger Wassers zu sensibilisieren, ist Ziel des Projekts TrinkWasser!Schule. Als nachhaltige Kampagne wird das Thema in den Lehrplan der dritten Volksschulstufe integriert. Die Kommunikation ist kindgerecht, spielerisch und emotional aufgebaut und läuft hauptsächlich über die Internet-Plattform-www.trinkwasserschule.at. Der Erfolg der Kampagne zeigt sich an jährlich steigenden Teilnehmerzahlen.

Sieger ÖAMTC
Umsetzung Die Umsetzung erfolgte mit einem ganzheitlichen Kommunikationskonzept für diverse Zielgruppen (intern, extern) und Kommunikationskanäle. Dabei setzte das Unternehmen eBiker als Kommunikatoren ein. Intern wurde der Service durch gezieltes Storytelling vorgestellt. Die öffentliche Präsentation erfolgte am 28. Mai 2015 mittels Inszenierung bei einem Launch-Event, den Stakeholder, Blogger, Vertreter von Politik und Organisationen posteten und twitterten. Danach erfolgten eng getaktete Kommunikationaktivitäten – intern, extern, online, offline.
Jurybegründung 2014 leistete der ÖAMTC 150.000 Panneneinsätze allein in Wien. Um in den innerstädtischen Bezirken schneller beim Kunden zu sein, setzt Österreichs größter Mobilitätsclub seit 2015 die eBike-Pannenhilfe ein, festigt damit sein Image als innovativer Dienstleister und spricht so auch verstärkt Radfahrer an. Mittels geschicktem Kommunikationsmix und taktisch kluger Einbindung der Mitarbeiter als Projekt- und Markenbotschafter steigert der Club Akzeptanz- und Zufriedenheitswerte.

Sieger Mercedes-Benz Österreich/Pulpmedia GmbH (o.li.)
Umsetzung Ohne zu sagen, wer hinter dem Twitter-Account steckt, mussten die Follower Rätsel lösen und Locations in Österreich finden. Die besten Spieler verreisten: In Linz mussten sie in einer Schnitzeljagd bestehen. Im Laufe der Kampagne generierte das Unternehmen 430.000 Tweet-Impressions. Die durchschnittliche Interaktionsrate lag bei 5,4 Prozent, die Top-Interaktionsraten bei über 10 Prozent. Sie starteten mit 0 Followern, erreichten letztendlich mehr als 1.300 Spieler. #SecretOf99 wurde ein Trending Topic.
Juryentscheidung Mit der Twitter-Kampagne „Secret of 99” spricht Mercedes-Benz Österreich die Gruppe junger, urbaner, höher gebildeter Autofahrer an. Gamification ist die wichtigste Komponente der Kampagne, die sowohl online zum Tragen kommt als auch durch Geocaching und versteckte Rätsel in die Offline-Welt übertragen wird. In jeder Phase des Projekts ist Twitter die alleinige Kommunikationsdrehscheibe.

Sieger ÖBB-Holding AG (o.re.)
Umsetzung Durch das vertrauliche Meldewesen wird ein gemeinsames Verständnis zum Thema „Fehler” mit der Einleitung eines Kulturwandels bei den Führungskräften sowie der Förderung der Kommunikation mit dem Fokus auf Sicherheit und der Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit geschaffen. Mit der Ideenwerkstatt möchte die ÖBB-Holding AG das Ideenmanagement im Konzern vereinheitlichten sowie transparent und nachhaltig umsetzen.
Jurybegründung Mit dem Pogramm „Fehlerkultur” verwandeln die ÖBB ein Tabuthema in eine zukunftsgerichtete „Ideenwerkstatt”, die das Eingestehen von Fehlern ermöglicht und daraus einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess ableitet. Über einen Kulturwandel bei Führungskräften soll in weiterer Folge die Mitarbeiterzufriedenheit verbessert werden. Der Erfolg lässt sich bereits nach sechs Monaten festmachen, in denen mehr Verbesserungsvorschläge eingereicht wurden als in den zwei Jahren davor.

Sieger A1/Ketchum Publico
Projekt „Vom Entrepreneur zum Minister” – die integrierte Kommunikationskampagne zum A1-Start Up Campus.
Umsetzung Es galt, das Traditionsunternehmen A1 bei der neuen Dialoggruppe der Entrepreneure zu verankern und mit relevanten Stakeholdern in Kontakt zu treten. Es sollte Entrepreneurial-Spirit ins Unternehmen gebracht und die Innovationsfähigkeit gesteigert werden. Diese Ziele wurden mit einem Inkubations-Programm und physischem A1 Start Up Campus, einem Award, gezielter Stakeholder-Kommunikation sowie zahlreichen Aktivitäten in der Start Up-Community erreicht.
Jurybegründung Als Österreichs größtes Kommunikationsunternehmen richtet sich A1 mit der Start Up-Initiative an junge Entrepreneure. Mit dem A1 Start Up Campus tritt das Unternehmen mit einer besonders innovativen Zielgruppe in Kontakt und etabliert sich als Enabler für deren Projekte: A1 stellt den Start Ups seine Kommunikationsabteilung zur Verfügung, die Gründer fungieren als Botschafter für A1.

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