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Ja zum Plan A © APA/Georg Hochmuth

RTR-Geschäftsführer Johannes Gungl: „Arbeiten bereits intensiv an der Vor­bereitung.”

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RTR-Geschäftsführer Johannes Gungl: „Arbeiten bereits intensiv an der Vor­bereitung.”

Redaktion 20.01.2017

Ja zum Plan A

RTR-Chef Gungl begrüßt die Pläne des Bundeskanzlers. Regulierungsbehörde rüstet sich für 5G-Frequenzvergabe.

WIEN. „Die Digitalisierung ist in den letzten Jahren zu einem essenziellen Bestandteil für Wirtschaft und Gesellschaft geworden und nicht mehr wegzudenken”, sagt Johannes Gungl, Geschäftsführer der Regulierungsbehörde RTR und zuständig für den Fachbereich Telekommunikation und Post. Der von Bundeskanzler Christian Kern vergangene Woche vorgestellte „Plan A” für Österreich, der der Digitalisierung einen hohen Stellenwert beimesse, sei laut Gungl „sehr zu begrüßen”.

Daten belasten Infrastruktur

Die Anforderungen an Mobilfunknetze nach noch höherer Leistungsfähigkeit stiegen ständig, weist Gungl auf das in Österreich und weltweit rasant steigende Datenvolumen hin, das die Mobilfunkinfrastruktur einem permanenten Stresstest unterzieht. Nach LTE steht mittlerweile mit 5G die nächste Mobilfunkgeneration vor der Tür, quasi der „Hochgeschwindigkeitszug” der Mobilfunknetze. Gungl: „Wir arbeiten bereits intensiv an der Vorbereitung der Vergabe von Frequenzen für diesen Standard und haben im Frühjahr 2016 dazu eine öffentliche Konsultation durchgeführt.” Der Rollout von 5G-Netzen ist für die Mobilfunkbetreiber und die Regulierungsbehörde eine Herausforderung. 5G-Frequenzen eignen sich besonders gut für die Flächen- und Indoorversorgung sowie für maßgeschneiderte Dienste für spezifische Anwendungsfälle beispielsweise im Energiebereich, im öffentlichen Verkehr, im Gesundheitswesen, in der Landwirtschaft, etc. „Da die Funkzellen kleiner werden”, so der RTR-Chef, „sind wesentlich mehr Antennen als bei den Mobilfunkgenerationen davor nötig.” Das werde für die Betreiber die Kosten des Rollouts erhöhen. Die Regulierungsbehörde wiederum werde sich unter anderem Rahmenbedingungen für effizientes Networksharing überlegen müssen.

Frequenzvergabe ab 2020

Damit die Industrie über genügend Frequenzen verfügt, werden, beginnend mit 2018, in mehreren Vergabeverfahren Frequenzen zugeteilt. Neben dem Frequenzbereich 3400–3800 MHz steht vor allem die Digitale Dividende ab Juli 2020 zur Verfügung. Informationen dazu werden auf der Website der RTR unter www.rtr.at/de/tk/Frequenzen veröffentlicht. (red)

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