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Journalistische Leuchttürme © Ursula Röck
© Ursula Röck

Redaktion 07.10.2016

Journalistische Leuchttürme

Das Datum erscheint nach mehrmonatiger Pause wieder; seit Kurzem mit an Bord ist auch Alexander Zach.

WIEN. Im Februar 2016 hat die Mediengruppe Medecco von VGN-Chef Horst Pirker die Anteile an dem Monatsmagazin Datum verkauft. Am 7. Oktober – gut acht Monate danach – erscheint das Magazin wieder, nun unter neuer Führung. Zum Neustart soll die Druckauflage von zuletzt 10.000 auf dann 15.000 Stück steigen. Grundlage dafür war die Gründung der Satzbau GmbH, die fortan Datum herausgeben wird.

Hinter dem Unternehmen stehen die drei Eigentümer Stefan Apfl, der Chefredakteur bleibt, die Monopol Medien GmbH (u.a. The Gap) sowie der ehemalige Chef des Liberalen Forums, Alexander Zach. Zach ist heute Unternehmensberater und Geschäftsführer der AZH Beteiligungs GmbH, die unter anderem über die Austro-Holding von Erhard Grossnigg an Unternehmen wie Ankerbrot, Gaulhofer oder Kunert beteiligt ist. Als Datum-Unterstützer der ersten Stunde übernimmt Zach nun als Gesellschafter auch finanzielle Verantwortung.
Die Datum-Redaktion – bestehend derzeit aus Chefredakteur Stefan Apfl und Patricia Käfer (Chefin vom Dienst) – hat in Wien-Neubau die neuen Redaktionsräume im Sommer bezogen.
Der Großteil der Texte wird wie schon zuvor von externen Autoren beigesteuert.
Zum Neustart hat medianet mit Alexander Zach über die Ziele und Herausforderungen gesprochen.


medianet:
Herr Zach, wer sind die typischen Datum-Leser?
Alexander Zach: Es sind Menschen, die sich gern Zeit nehmen, um ausführliche Hintergrundgeschichten zu lesen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat einmal über Datum geschrieben: Es schaut voraus und entdeckt Dinge, die andere übersehen. Und es geht schließlich um ein Leseerlebnis. Als ­Datum-Leser hat mich rund ein Drittel der Geschichten im Heft jedes Monat angesprochen und die waren es mir wert, das Magazin zu abonnieren. Mein persönlicher Zugang ist, dass mir Datum damit einen Mehrwert schafft, und ich denke, so sehen das auch viele unserer Leser.

medianet:
Wie viel Abonnenten hat Datum aktuell, und welche Latte haben Sie sich gelegt?
Zach: Das Magazin wird an rund 5.000 Personen verschickt, und wir möchten diese Zahlen mittelfristig um weitere 2.000 erhöhen; wir haben dazu ein paar starke Aktivitäten gesetzt wie etwa ein Testabo mit zwei Ausgaben gratis, damit potenzielle Leser Datum kennenlernen können.

medianet:
Wer ist in Österreich der Konkurrent von Datum?
Zach: In Österreich sehe ich im Bereich der Monatsmagazine eigentlich keinen. In Deutschland wäre etwa Brand eins ein Medium, an dem man sich orientieren kann. Um unsere Positionierung klarer zu kommunizieren, haben wir unsere Subline jedenfalls in ‚Magazin für Politik und Gesellschaft' geändert.

In Österreich haben wir damit ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Mit dem monatlichen Intervall können wir Themen auch etwas entschleunigter angehen als tagesaktuelle Medien; wir denken, das gerade hier die Zukunft von Print liegt.


medianet:
Warum sollten Kunden in Datum inserieren?
Zach: Inserenten können am Image von Datum als seriösem Leuchtturm des Qualitätsjournalismus partizipieren und eine hochwertige Zielgruppe ansprechen. Wir wissen aus Erhebungen, dass unsere Leser jung, gebildet und urban sind und damit auch über eine höhere Kaufkraft verfügen. Es gibt somit eine hohe Affinität zu Luxusartikeln oder etwa Design. Wir haben in der ersten Ausgabe etwa Raiffeisen, ein paar Ministerien oder auch Dachstein als Kunden.

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