MARKETING & MEDIA
Kampf der Geschlechter beim POM 2015 © Rainer Gregor Eckharter

Sprachen beim POM 2015 ebenso: Christoph Fälbl, Eva Pölzl und Peter Drobil.

© Rainer Gregor Eckharter

Sprachen beim POM 2015 ebenso: Christoph Fälbl, Eva Pölzl und Peter Drobil.

22.05.2015

Kampf der Geschlechter beim POM 2015

Point of Marketing Österreichische Marketing Gesellschaft lud die Branche zum gedanklichen Austauch

Wien. Die Österreichische Marketing Gesellschaft ÖMG lud beim 6. Point of Marketing im Apothekertrakt des Schloss Schönbrunn diese Woche zu Vorträgen und Insights über das Thema „The story of Adam and Eve and the power of stereotypes in advertising”.

Nach der Begrüßung durch Peter Drobil, Präsident der ÖMG, interviewte Moderatorin Daniela Zeller die Bundesministerin für Familien und Jugend, Sophie Karmasin, die Einblicke in ihre Social Media- Kampagne über Klischees zum Thema Geschlechterstereotypen in der Arbeitswelt gab und dabei die Begriffe Hausmütterchen, Powerfrau, Familienvater, Weichei oder Karrierefrau aufgriff.

Vorurteile & Klischees

„Die Umkehrung dieser traditionell besetzten Begriffe sollen anregen, die eigenen Vorurteile zu hinterfragen und Klischees zu brechen. Erst wenn ein Mann in Karenz oder eine Frau in Führungsposition genauso wertfrei akzeptiert werden, wie es jetzt andersrum der Fall ist, können wir als Gesellschaft von Fortschritt sprechen. Denn es geht darum, echt Wahlfreiheit zu schaffen, ohne gesellschaftliches Urteil”, zeigte sich Karmasin überzeugt.
Sind Sterotypen wirklich tot, war eine der Fragen des P.O.M. „Betrachtet man die Gesellschaft genau, erkennt man, dass Sterotypen immer noch da sind. Aber diese definieren nicht mehr einen Menschen, sondern nun einen Moment. Denn wir sind Machos, Divas, Proleten, Pervers und Kirchengänger – nur eben zu verschiedenen Zeiten. Der multioptionale Konsument ist nur eine Ausprägung davon”, analysierte etwa Jürgen Polterauer von der Dialogschmiede. „Ich glaube nicht, dass die Werbung das Prinzip der Stereotypen erfunden hat. Werbung muss in ein paar Sekunden eine Geschichte erzählen, mit der sich Menschen identifizieren können. Die Menschen haben sich aber verändert und lassen sich nicht mehr in Stereotypen einordnen. Viele Auftraggeber und Agenturen beginnen, diese alten Stereotypen aufzubrechen und neue Wege zu gehen”, fasste Michael Straberger (Österreichischer Werberat) seine Sicht des Themas aus den Augen des Werberats zusammen

Netzwerke & Social Media

„Es ist enger für Frauen geworden und das halte ich für keine gute Entwicklung. Ich glaube, es geht stark um Netzwerke. Männer machen das einfach selbstverständlich, wir Frauen oft nicht”, analysierte Birgit Kraft-Kinz (Fachgruppe Werbung).
Beatrix Skias von der kobza integra erklärte zum Thema Social Media und Community Building, dass es entscheidend sei, wie gut man es schafft, Frauen als Unternehmen über Social Media-Kanäle zu erreichen.
Mehr zum diesjährigen P.O.M ­lesen Sie demnächst in medianet.
(red)

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