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Kleine Hawkings © Michael Hetzmannseder

„European Researchers' Night” am Wiener TGM: Nerea (l.) und Jhulivan (r.) steuern einen echten Industrieroboter.

© Michael Hetzmannseder

„European Researchers' Night” am Wiener TGM: Nerea (l.) und Jhulivan (r.) steuern einen echten Industrieroboter.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 16.09.2016

Kleine Hawkings

Nacht der Forschung für die Jugend: „European Researchers’ Night” am 30.9. in mehr als 250 Städten; Wien ist mit dabei.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Die „European Researchers’ Night” ist ein EU-Projekt und läuft schon seit 2005. Die Events finden jedes Jahr im September statt. Das Practical Robotics Institute Austria am TGM bewarb sich heuer als österreichischer Partner und erhielt den Zuschlag für die Veranstaltungen in Wien 2016 und 2017. Der Event steigt ab 15 Uhr am TGM und dauert bis Mitternacht. Kinder und Jugendliche erleben Wissenschaft zum Anfassen, mit Workshops, Videos und einer Menge Action.

Der Eintritt ist frei.

Prost, Cocktail-Roboter!

Acht Workshops und 35 wissenschaftliche Stationen laden die jungen Besucher ein, das ganze Spektrum der Forschung kennenzulernen. Sie können einen Industrieroboter steuern oder selbst einen Roboter bauen. Es gibt sogar einen Cocktail-Roboter, der Getränke mixt. Wissenschaftler von TU und Universität Wien zeigen vor, wie die Farben der Blüten und Früchte entstehen, und machen das Ultra­violett einer Blume sichtbar.

Die Naturgewalten spielen im Kleinen mit: Ein Fluss-Modell verdeutlicht, wie ein Hochwasser zustandekommt. Im Sandkasten kann man selbst ein Erdbeben auslösen. Was elektrischer Strom anrichtet, erlebt man an einem Würstel: Das wehrlose Versuchsobjekt wird mit 220 Volt gebraten und darf verspeist werden.
Durch die Gänge schwebt eine Flugdrohne. Wer einen 3D-Drucker ausprobieren möchte, kann am Computer einen Gegenstand zeichnen und dann zuschauen, wie der Entwurf dreidimensional Gestalt annimmt. Wer lieber selbst Hand anlegt, schmiedet ein Armband.
„Wir sind stolz darauf, bei der European Researchers’ Night mit dabei zu sein”, erklärt TGM-Direktor Karl Reischer. „Junge Leute treffen angesehene Forscher und können für einen Tag selbst Wissenschaftler sein.” Begegnen kann man den Geistesgrößen dabei ganz entspannt im „Science Café” oder beim „Science Slam”. Für eine festliche Note sorgt wortwörtlich ein Konzert des TU-Orchesters Wien.

Live zum CERN

Ein Highlight stellt die Live-Schaltung zum Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz dar; CERN verbindet sich mit den Veranstaltungen in ganz Europa und zeigt per Kamera die größte Maschine der Welt, den Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider.

Das Programm in Wien umfasst Vorführungen und Vorträge von mehr als 40 Wissenschaftlern von Universitäten, Fachhochschulen, Instituten, dem Austrian Institute of Technology AIT und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Zu den Unterstützern aus der Industrie zählen Bosch und Boehringer Ingelheim.

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