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Marktaufmischer © Chris Haderer

Großformat Karl Hawlik (Bild), General Manager Oki Österreich, und Heiko Thomsen, Senior Manager Product Marketing, erklärten in Mailand die Features der Oki-Flotte.

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Großformat Karl Hawlik (Bild), General Manager Oki Österreich, und Heiko Thomsen, Senior Manager Product Marketing, erklärten in Mailand die Features der Oki-Flotte.

CHRIS HADERER 04.11.2016

Marktaufmischer

Der Druckerhersteller Oki will durchstarten und mit seinen Produkten in allen Märkten präsent sein.

••• Von Chris Haderer

MAILAND. Einer für alles! So ungefähr lautet der aktuelle Schlachtruf des japanischen Oki-Konzerns, der über seine Oki Systems-Töchter den Druckermarkt aufmischen will. Die preiswerte LED-Technologie, die anstelle von Lasern zum Einsatz kommt, bedient ­Office- und Branchenmärkte, der Plakatbereich wird mit von der Epson-Tocher Seiko erworbenen Inkjets abgedeckt. Beim „Oki ­Colour Solutions Event” in Mailand sprachen Karl Hawlik, Country Manager Österreich, und Heiko Thomsen, Senior Manager Product Marketing Oki Deutschland, über die Zukunftspläne des Unternehmens.

Branchenlösungen bevorzugt

medianet: Wie positioniert sich Oki gegenüber anderen Drucker- oder Büromaschinen­herstellern?
Heiko Thomsen: Es gibt im A3-Umfeld praktisch keinen Unterschied mehr zwischen einem kopiererbasierten- und einem druckerbasiertem Multifunktionsgerät. Manche Marktforschungsinstitute bewerten diese beiden Bereiche noch getrennt, aber im Endeffekt ist es ein Markt. Kopierer sind typischerweise Wartungsprodukte, die mit einem Vertrag gekoppelt sind. Wir überlassen unseren Endkunden, ob sie einen Wartungsvertrag wollen oder ein reines Kaufgerät. Unsere Fachhändler bieten die Geräte auf dieser Basis an.

medianet:
Wie groß ist das Verhältnis zwischen Vertrags- und Kaufgeräten?
Karl Hawlik: In Österreich haben wir 30 Prozent auf Vertrags­basis, der Rest ist reines Verkaufsgeschäft. Dabei liegt unser Fokus klar auf dem Bereich Office-Printing. Das ist unser Kerngeschäft, wobei wir mittlerweile allerdings begonnen haben, zu diversifizieren.
Thomsen: Wir haben auch damit begonnen, mit Branchen­lösungen in den Markt zu gehen; konkret sind das die Bereiche Graphic Art, Retail und Healthcare. Da waren wir früher zwar auch schon aktiv, aber das waren Einzellösungen, die vor allem von unseren Fachhandelspartnern getrieben wurden.
Hawlik: Wir haben insgesamt 70 Partner; ein Teil davon ist auf Graphic Ars spezialisiert, bei den anderen handelt es sich um zertifizierte Executive Service-Partner. Wir bedienen auch nicht die unteren Einstiegssegmente im Heimbereich, wie es der Mitbewerb praktiziert.

medianet:
Welche speziellen Produktfeatures kommen in diesen Branchen zum Tragen?
Thomsen: Für die grafische Branche haben wir spezielle Drucklösungen, wie etwa Fünffarb- oder Neondrucker. Da sind auch die hohe Druckqualität und die Medienflexibilität wichtig. Wir sind aber nicht im Bereich Produktionsdruck zu Hause, sondern bei Kleinauflagen bis etwa 1.000 Seiten oder im Pre-proof-Bereich. Im Retail-Bereich können wir mit Banner-Formaten für Aufmerksamkeit beim Kunden sorgen. Jede Branche hat ihre Eigenheiten: im Healthcare-Bereich ist es etwa unser Vorteil, dass wir direkt in Spitalsinformationssysteme einspeisen können. Der Gesamtvorteil ist, dass wir ein gemischtes und kein zentralisiertes Konzept ausrollen können, je nach Bedarf mit kleinen und großen Maschinen.

medianet:
Oki hat vor einiger Zeit die Großformatdruck-Sparte der Epson-Tochter Seiko erworben. Warum?
Hawlik: Seiko war interessant für uns, weil wir jetzt den gesamten Bereich abdecken können – von großformatigen Schaufensterplakaten über ­Indoor-Materialien und den Office-Bereich bis hin zum Point of Sales. Im Außenbereich steht uns durch Seiko auch eine wetterbeständige Inkjet-Technologie zur Verfügung. Das weltweite Oki-Vertriebsnetz ist außerdem größer als das von Seiko – weshalb die Geräte unter unserem Brand jetzt mehr Anwender erreichen. Technologisch heißt das: ­Inkjet kommt bei Großformaten zum Einsatz, alles andere ist unsere bewährte LED-Technologie.

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