MARKETING & MEDIA
Mit Rio & Euro in „ungeahnte vermarkterische Höhen”? © AFP Photo/Presidency/Roberto Stuckert/FILHO
© AFP Photo/Presidency/Roberto Stuckert/FILHO

15.01.2016

Mit Rio & Euro in „ungeahnte vermarkterische Höhen”?

Branchenstimmen: 2016 hat medial einiges zu bieten. Vor allem – aber nicht nur – Euro 2016 und Olympia lassen die Kassen klingeln.

WIEN. Der ORF, für den mit Groß­ereignissen wie Olympische Spiele in Rio de Janeiro und der Fußball-EM mit österreichischer Beteiligung in Frankreich, aber auch mit dem Start des neuen Frühstückfernsehens, ein intensives Jahr ansteht, plant mit einem Gesamtumsatz von 942,3 Millionen Euro – dabei sollen die Werbeerlöse um 0,6 Prozent auf 220,3 Millionen Euro steigen.

Verantwortlich für die Vermarktung eben dieser Werbezeiten in TV, Radio, Online, Teletext und der ORF Nachlese zeichnet die ORF-Enterprise, deren Geschäftsführer Oliver Böhm gegenüber medianet einen Blick in das neue Jahr 2016 wirft.


medianet:
Der ORF plant 2016 mit einem Plus bei den Werbeerlösen und spricht von 220,3 Mio. Euro. Aus welchen Bereichen wird das Plus vor allem kommen?
Oliver Böhm, Geschäftsführer ORF-Enterprise: 2015 war ein wirtschaftlich schwieriges Jahr. Dennoch haben wir alle unsere Finanzpläne erreicht beziehungsweise knapp übertroffen. Es ist uns gelungen, sowohl die Zusammenarbeit mit unseren bestehenden Partnern zu intensivieren, als auch in allen Medien beachtlich Neukunden zu akquirieren. Damit liegt die Latte für 2016 hoch.

medianet:
In welchen Gattungen sehen Sie für Ihr Unternehmen ­potenzielle Wachstumsfelder?
Böhm: Unsere Ziele für dieses Jahr sind ambitioniert angelegt. Wir arbeiten an einem Umsatzzuwachs sowohl im Fernsehen, im Radio als auch Online. Prozentuell am stärksten werden die Umsätze hier sicherlich in den Bereichen ORF III, ORF Sport+ und Online mit ORF.at und der TVthek wachsen. In absoluten Zahlen liegt der größte Hebel bei uns im Fernsehen und im Hörfunk. Ob sich das so ausgehen wird, wie ich hoffe, ist jetzt noch nicht zu sagen. Aber ich setze auf die Qualität der ORF-Medien, den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die kluge Entscheidungsfindung bei unseren Kunden.

medianet:
Apropos Wachstum: Mit Netflix & Co drängen immer mehr globale Anbieter in den TV-Markt. Ihre Marktbegleiter beklagen vor allem, dass für diese, anders als für die nationalen Player, nicht dieselben Regeln gelten. Teilen Sie diese Kritik und wie sehen Ihre Strategien gegen die Googles & Netflix´s dieser Welt aus?
Böhm: Der ORF ist im Video-On-Demand-Bereich im Rahmen der engen gesetzlichen Vorgaben mit erfolgreichen Angeboten wie der TVthek oder der Beteiligung an Flimmit grundsätzlich sehr gut aufgestellt und entwickelt sein Portfolio laufend weiter. Aber es stimmt natürlich, dass gleiche Spielregeln für alle Marktteilnehmer wünschenswert sind.

medianet:
Das Jahr 2016 ist vor allem ein Sport-TV-Jahr. Welche Impulse erwartet die Enterprise durch Olympia und Euro?
Böhm: Natürlich werden wir von Olympia und der Euro 2016 profitieren – sowohl bei den Quoten als auch bei den Werbemöglichkeiten und Umfeldern für unsere Kunden. Österreichs Beteiligung bei der Euro – möge sie uns bis in Finale erhalten bleiben – schraubt das Interesse in ungeahnte Höhen. Wir bieten sowohl in der Klassik als auch bei Sonderwerbeformen perfekte Werbelösungen. (hof/bb)

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