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„Nicht tolerierbar” © APA/Georg Hochmuth

Österreich-Herausgeber Wolfgang Fellner fordert eine dringende Reform der Media-Analyse.

© APA/Georg Hochmuth

Österreich-Herausgeber Wolfgang Fellner fordert eine dringende Reform der Media-Analyse.

Redaktion 21.10.2016

„Nicht tolerierbar”

Für Wolfgang Fellner ist die Media-Analyse in ihrer jetzigen Form eine reine „Image-Untersuchung”.

WIEN. Nahezu unverändert präsentiert sich die Reichweite von Österreich in der neuen Media-Analyse. Nach 8,6 Prozent Reichweite im Vorjahr wird die kostenlose Tageszeitung in der neuen Media-Analyse 2015/16 mit 8,5 Prozent Reichweite und 623.000 Lesern ausgewiesen. Damit bleibt die Österreich-Leserzahl stabil. Herausgeber Wolfgang Fellner übt dennoch weiterhin Kritik an der Media-Analyse und fordert grundlegende Änderungen. „Gerade angesichts der im Detail bei den Bundesländer-Reichweiten und in den Zielgruppen völlig unerklärlichen Entwicklungen der Media-Analyse-Daten ist eine grundlegende Reform der Media-Analyse dringender denn je. Die Media-Analyse misst mit ihrer zum Teil faktenwidrigen Umfrageform, die auf einer wenig verlässlichen Online-Befragung basiert, nur noch das Image, nicht aber die wirkliche Leserzahl der Zeitungen”, sagt Fellner.

Fellner fordert Änderungen

„Auflagenschwache Zeitungen gewinnen trotz deutlicher Auflagenverluste überproportional an Lesern dazu, auflagenstarke Massenmedien verlieren dagegen Reichweite, sogar wenn sie deutliche Auflagenzugewinne haben”, so der Chef der Gratis-Zeitung. Kritik gibt es auch hinsichtlich des Auflagen-Zugewinns von Österreich bei der verbreiteten Auflage, die laut Fellner „in keinster Weise richtig wiedergegeben” worden ist. „Für uns ist diese eindeutig faktenwidrige und der tatsächlichen Auflagenentwicklung widersprechende Erhebungsmethode der Media-Analyse, die auf einer höchst umstrittenen Online-Befragung basiert und sich deshalb immer mehr zu einer reinen Imageuntersuchung entwickelt, nicht länger tolerierbar”, sagt Fellner. (nn)

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