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Österreich mausert sich von der Ski- zu einer Filmnation © Petra Steinke

Walter Köhler, CEO Terra Mater, vor Ort in Cannes bei den 68. Filmfestspielen: „Der Filmmarkt in Cannes ist für uns ideal.”

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Walter Köhler, CEO Terra Mater, vor Ort in Cannes bei den 68. Filmfestspielen: „Der Filmmarkt in Cannes ist für uns ideal.”

Petra Steinke 09.06.2015

Österreich mausert sich von der Ski- zu einer Filmnation

Film Microsoft-Mitbegründer Paul C. Allen setzt auf Terra Mater-Dokumentarfilm; Walter Köhler, Terra Mater-CEO, vor Ort im Gespräch mit medianet

Österreich hat sich bei den 68. Filmfestspielen von Cannes im Mai mit zahlreichen Arbeiten behaupten können.

Wien/Cannes. Mit einer aufsehenerregenden Mitteilung ließen die Terra Mater Factual Studios (TMFS), eine Tochter des Red Bull Media House, auf dem Cannes Film Fes-tival aufhorchen. Kein Geringerer als Microsoft-Mitbegründer Paul G. Allen mit seiner Vulcan Productions ist der neue Projekt-Partner der Salzburger, gemeinsam produzieren sie einen Dokumentarfilm über die Elefanten-Wilderei mit dem Titel ‚Ivory Rising' (auf Deutsch ‚Der Elfenbeinaufstand').

Terra Mater hat für diese Dokumentation auf dem Filmmarkt von Cannes den internationalen Vertrieb gestartet.
Ivory Rising ist die erste Zusammenarbeit der beiden Produktionsunternehmen. Beide hoffen, mit dem Film die Wilderei einzuschränken und auch das Bewusstsein zu schaffen, dass der Elfenbeinhandel unmittelbar mit terroristischen Organisationen verbunden ist und auch die Gefahr erhöht, dass die afrikanischen Elefanten für immer von der Erde verschwinden. Carole Tomko, Geschäftsführerin und Kreativdirektorin bei Vulcan Productions, sagte der US- Filmfachzeitschrift Variety: „Die Offenlegung und Unterbrechung des Elfenbeinhandels ist für beide Produktionsfirmen gleichermaßen bedeutend. Wir sind geehrt, mit den mutigen Filmemachern von Terra Mater zu arbeiten, die draußen in der Wildnis ihre eigene Sicherheit riskieren, um die Wilderei zum Schutz dieser prächtigen Tiere zu stoppen.” Neu war auch der Standort von Terra Mater und Red Bull Media House auf dem Filmmarkt. So empfing man Kunden nicht mehr im etwas in die Jahre gekommenen Messegebäude, sondern in der modernen Suite des Luxushotels Gray d'Albion, wo man sich neben Nachbarn mit klingenden Namen wie z.B. die US-Filmfirma The Weinstein Company („Inglourious Basterds”) verdienterweise sehr gut einreihte. medianet ging sogleich der Einladung auf ein Interview mit Walter Köhler, CEO Terra Mater, nach.


medianet:
Wie kam es zu ‚Ivory Rising'?
Walter Köhler: Der Fluch des Elfenbeins bedroht seit Jahrhunderten die Elefantenpopulationen. Afrikanische Elefanten sind in Gefahr, ausgerottet zu werden, sie können den Wilderei-Attacken nicht mehr lang standhalten. Auf die Kooperation mit Vulcan Productions und Paul G. Allen sind wir sehr stolz, es ist eine großartige Erfahrung, gemeinsam an diesem außergewöhnlichen Film zu arbeiten.
medianet: Was zeichnet die Dokumentation ‚Ivory Rising' aus?
Köhler: Die beteiligten Filmemacher drehen undercover in Afrika und dürfen deshalb zu ihrer eigenen Sicherheit nicht genannt werden, aber die ersten Aufnahmen der verdeckten Ermittlungen die wir schon gesehen haben, versprechen einen wahrhaft bahnbrechenden Film. Es ist unser höchstes Ziel, den Elfenbeinhandel endgültig zu verbieten und die Elefanten vor dem Aussterben zu bewahren. Die Dokumentation soll der Start der Illegalisierung des weltweiten Elfenbeinhandels zum Schutz der gefährdeten Spezies werden.

medianet:
Hat der Filmmarkt in Cannes immer noch eine große Bedeutung?
Köhler: Der Filmmarkt in Cannes ist für uns nach wie vor ideal, denn hier können wir alle Partner an einer Stelle treffen.

So wie auch bereits im vergangenen Jahr berichtet ­medianet-Korrespondentin Petra Steinke auch heuer für uns aus Cannes, dem größten und wich­tigs­ten Werbefestival der Welt.

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