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Prälat-Ungar-Preise für Journalisten verliehen © Caritas

Der Prälat-Ungar-Preis in der Kategorie „Print“ ging heuer an Moritz Gottsauner-Wolf und Jürg Christandl ("Kurier") für die Reportageserie "Flucht über das Mittelmeer".

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Der Prälat-Ungar-Preis in der Kategorie „Print“ ging heuer an Moritz Gottsauner-Wolf und Jürg Christandl ("Kurier") für die Reportageserie "Flucht über das Mittelmeer".

Redaktion 09.11.2017

Prälat-Ungar-Preise für Journalisten verliehen

Landau: Qualitätsjournalismus zugleich bedroht und nötiger denn je.

WIEN. Bereits zum 14. Mal sind am Mittwochabend die Prälat-Leopold-Ungar-Journalistenpreise vergeben worden. In den Hauptkategorien wurden diesmal Beiträge in "Kurier" und ORF prämiert. Die Auszeichnung gilt mit 20.000 € als der höchstdotierte Journalistenpreis in Österreich und wird gemeinsam von Caritas und Raiffeisen vergeben.

In der Kategorie „Print“ ging der Preis an Moritz Gottsauner-Wolf und Jürg Christandl ("Kurier") für die Reportageserie "Flucht über das Mittelmeer", in der Kategorie „TV“ wurde Beate Haselmayer für einen Beitrag über Russland im ORF-"Weltjournal" ausgezeichnet. Sieger in der Kategorie „Radio“ war Bartholomäus von Laffert, ebenfalls mit einem Beitrag zum Thema Flucht übers Mittelmeer auf Ö1 ("Europa-Journal"). Yvonne Widler siegte in der Kategorie „Online“ mit einem Beitrag über unheilbar kranke Menschen.

Caritas-Präsident Michael Landau betonte laut Aussendung bei der Preisverleihung die schwierige Situation für Medien, die derzeit herrsche: Sie müssten sich mit dem Vorwurf "einer gelenkten und gesteuerten Berichterstattung" auseinandersetzen, dieser "wird heute von fast allen Parteien, Listen und Bewegungen mehr oder weniger stark geteilt". Die Medien müssten darauf mit Aufklärung reagieren. Qualitätsjournalismus sei zugleich bedroht und dringend notwendig, „denn oft regieren auch bei uns Stimmung statt Fakten, Emotion und Ressentiment anstelle von Inhalten und Einordnung“.

Anerkennungspreise gab es in der Kategorie „Print“ für Mareike Boysen ("ballesterer") und Nina Strasser ("News"), in der Kategorie „TV“ für Alexandra Wachter („Puls 4 News-Reportage"), Kim Kadlec ("ORF Am Schauplatz") und Markus Stachl ("ORF Thema"). Die Anerkennungen im Bereich Hörfunk gingen an Bizeps - Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (Orange 94.0), Johannes Kaup ("Ö1 Radiokolleg") und Beate Tomassovits ("Ö1 Journal-Panorama"). Die Redaktion APA-Science erhielt einen Anerkennungspreis in der Kategorie „Online“.

Mit dem Prälat-Leopold-Ungar-Journalistenpreis werden im Gedenken an den ehemaligen Caritas-Präsidenten herausragende journalistische Leistungen prämiert, die Toleranz und Verständnis im Umgang mit gesellschaftlichen Randgruppen fördern und sich mit sozialpolitischen Themen wie Armut, Obdachlosigkeit, Migration, Flucht, Alter, Krankheit oder Diskriminierung auseinandersetzen. (APA)

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